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Warum einen Verein gründen?

Der eingetragene Verein (e.V) zählt in Deutschland zu einem der häufigsten Gesellschaftsformen. Rund 600.000 Vereine sind hier eingetragen. Wenn sich eine größere Zahl von Personen zu einem nichtwirtschaftlichen/ ideellen Zweck zusammenschließt, ist es sinnvoll, die Rechtsform des Vereins zu wählen. Dies macht auch ein unkompliziertes Aufnehmen und Ausscheiden einzelner Mitglieder möglich.

Eine seltene Ausnahme ist der wirtschaftliche Verein. Dieser dient nicht ideellen, sondern wirtschaftlichen Zwecken und muss erst von einer Behörde genehmigt werden, ehe er gegründet werden darf.

Vorteile der Vereinsgründung

+ Vorstand & Mitglieder haften nicht persönlich für Verbindlichkeiten des eingetragenen Vereins
+ Der eingetragene Verein kann in eigenem Namen klagen und ins Grundbuch eingetragen sowie als gemeinnützig anerkannt werden
+ Der e.V. besitzt eine Satzung mit klar definierter Struktur
+ Der eingetragene Verein hat eine demokratische Organisationsform mit gleichen Rechten und Pflichten für alle Mitglieder
+ Die Kosten für eine Gründung sind niedrig (ca. 100 Euro)
+ In der Regel wird kein Startkapital benötigt
+ Die Flexibilität des Gesetzes bietet Gestaltungsspielraum in der Satzung

 

 Nachteile der Vereinsgründung

- Die Gründung stellt bestimmte Anforderungen (Erstellung einer Satzung, Wahl des Vorstands)
- der eingetragene Verein darf keine wirtschaftlichen Zwecke verfolgen und sich nur im „Nebenzweck“ wirtschaftlich betätigen
- Satzungsänderungen und Neuwahlen des Vorstands müssen beim Gericht angemeldet werden
- Zur Eintragung eines Vereins muss die Satzung von mindestens sieben Mitgliedern unterschrieben werden
- Der eingetragene Verein unterliegt hinsichtlich der Geschäftsführung und der Mittelverwendung der Kontrolle des Finanzamtes

Was ist bei der Gründung eines Vereins zu beachten?

In einem Verein enthält die Gründungssatzung die wichtigsten Regelungen für die Zusammenarbeit. Sobald ein erster Entwurf von den Gründern formuliert wurde, beruft einer der Gründer eine „Gründungsversammlung“ ein.  An dieser Versammlung müssen mindestens sieben Mitglieder beteiligt sein, da für die Gründung eines eingetragenen Vereines eben diese Mitgliederzahl erforderlich ist. Die Gründungssatzung muss von mindestens sieben Mitgliedern unterschrieben werden, die damit gleichzeitig auch ihren Beitritt in den eingetragenen Verein erklären. In der Gründungsversammlung wird auch der Vorstand gewählt. Am Ende einer jeden Versammlung wird ein Protokoll vorgelegt, welches entsprechend der Satzungsregeln unterschrieben werden muss.
Zusätzlich kann es hilfreich sein, Vereinsordnungen zu verfassen, um spezielle Detailfragen zu regeln. In diesen Ordnungen können Themen wie Finanzen, Beitritt oder Ehrungen festgelegt werden.
Soll der Verein gemeinnützig sein, muss die Gründungssatzung dem Finanzamt noch vor der Anmeldung im Vereinsregister zur Prüfung vorgelegt werden. Hat das Finanzamt Bedenken bei der Gewährung der Gemeinnützigkeit, weil die Satzung beispielsweise nicht den Anforderungen der Finanzverwaltung für gemeinnützige Vereine entspricht, ist eine Satzungsänderung nötig. Hierzu müssen sich die Gründungsmitglieder erneut treffen, was sowohl Zeit als auch Geld kostet.

Kosten für die Gründung eines Vereins

kosten-vereinsgründung

Welche verschiedenen Vereinsformen gibt es?

Ein Verein wird als „international“ bezeichnet, wenn seine Mitglieder verschiedenen Ländern und Staaten angehören, wie es zum Beispiel beim Internationalen Schriftstellerverein der Fall ist. Allerdings zählt man zu den internationalen Vereinen auch die Vereinigungen der Staaten selbst. Anders als in den Rechtswissenschaften, wird in den Sozialwissenschaften zwischen Verein und Verband unterschieden, obwohl beide den gleichen Rechtsstatus haben. Während der Verein jedoch eher auf lokale Bindung und gesellige Zwecke fokussiert ist, dient der Verband mehr der überregionalen Vertretung von Interessen und der Beeinflussung der Öffentlichkeit.Unter organisationssoziologischen Gesichtspunkten hat Walther Müller-Jentsch Vereine in drei Klassen unterteilt: -    Selbstzweck-Vereine-    ideelle Vereine -    Selbst-/Fremdhilfe-VereineSelbstzweck-Vereine pflegen und fördern die (Freizeit-)Aktivitäten ihrer Mitglieder auf verschiedenen Gebieten; ideelle Vereine verfolgen externe (z. B. gemeinnützige) Ziele und Selbst- und Fremdhilfe-Vereine machen sich die Unterstützung Hilfsbedürftiger zur Aufgabe. Wirtschaftliche (z. B. Sparkassen-, Aktienvereine) sowie technische Vereine sind inzwischen nur noch dem Namen nach Vereine. Sie haben heute fast immer einen anderen rechtlichen Status. Auch Interessenverbände wie z.B. Gewerkschaften und Parteien können zwar formal als rechtsfähige Vereine auftreten, sind aber organisationssoziologisch als freiwillige Vereinigungen und nicht als Vereine anzusehen.

Wichtig: Ist ein Verein vom Finanzamt als gemeinnützig anerkannt, ist er für seinen gemeinnützigen Tätigkeitsbereich von Ertragsteuern und Vermögensteuern befreit.

Wo muss der Verein eingetragen werden?

Die Gründung eines eingetragenen Vereins muss beim örtlichen Amtsgericht (Registergericht) angemeldet werden. Dort wird festgestellt, ob der Verein laut seiner Satzung und dem Gründungsprotokoll überwiegend wirtschaftlich tätig ist. Ist dem nicht so, kann das Registergericht die Eintragung ablehnen.
Wenden Sie sich an einen Notar. Dieser besitzt ein Formular für das Anmeldeschreiben. Über ihn erfolgt auch die Anmeldung beim Registergericht. Das Anmeldeschreiben muss von allen Mitgliedern des Vorstandes unterzeichnet und vom Notar beglaubigt werden.
Nach der Registereintragung erhält der Verein einen Registerauszug. Dieser Auszug kann öffentlich im Vereinsregister eingesehen werden und wird zum Beispiel bei der Eröffnung eines Bankkontos benötigt.

Tipp: Halten Sie sich in der Satzung mit der Angabe von wirtschaftlichen Betätigungen zurück!

Wie muss die Satzung eines Vereins aufgebaut sein?

Ohne eine Satzung kann kein Verein aufgebaut werden, sie ist also essentiell für die Vereinsgründung.
Die Satzung eines Vereins muss laut Gesetz folgendes enthalten:
•    Vereinsname, Vereinssitz (Ort)
•    Vereinszweck
•    Regelung zur Eintragung des Vereins
•    Ein- und Austritt von Mitgliedern
•    Mitgliedsbeiträge
•    Bildung des Vorstandes
•    Beurkundung von Beschlüssen der Mitgliederversammlung (Protokollierung)
•    Regelung zur Einberufung der Mitgliederversammlung (Form und Frist)

Achtung: Fehlt einer dieser Bestandteile, lehnt das Registriergericht eine Eintragung ab.

Es gibt einige Bestimmungen, die nur durch die Satzung getroffen werden können, da einfach Beschlüsse in der Mitgliederversammlung hierfür nicht ausreichend sind. Das betrifft zum Beispiel die Beitragspflicht und Sonderrechte für Mitglieder.
Die Satzung sollte klar und übersichtlich gehalten sein. Achten Sie darauf, nur das zu regeln, was unbedingt notwendig ist. So braucht beispielsweise ein kleiner Verein keine besonderen Vertreter. Nutzen Sie Mustersatzungen anderer Vereine zur Orientierung. Wollen Sie mehrere Teile verschiedener Satzungen verwenden, achten Sie jedoch darauf, dass keine Wiedersprüche entstehen. Strebt Ihr Verein die Gemeinnützigkeit an, so muss Ihre Satzung die in der Mustersatzung der Finanzverwaltung vorgeschriebenen Regelungen enthalten. Diese finden Sie beispielsweise im Internet auf der Homepage der Finanzverwaltung des jeweiligen Bundeslandes.
Planen Sie, Ihrem Vorstand eine Tätigkeitsvergütung für Arbeits- und Zeitaufwand zu zahlen, muss diese Vergütung ausdrücklich in der Satzung enthalten sein. Dasselbe gilt, wenn eine Ehrenamtspauschale ausgezahlt wird. Des Weiteren muss in der Satzung die maximale Höhe von Umlagen festgelegt werden, sonst dürfen diese nicht beschlossen werden.

Hinweis: Aufwendungen wie Reisekosten, Spesen usw. dürfen laut Gesetz auch ohne Regelung in der Satzung erstattet werden.

Was ist bei gemeinnützigen Vereinen zu beachten?

Der sogenannte Idealverein gilt erst dann als gemeinnützig, wenn der Antrag auf Gemeinnützigkeit vom zuständigen Finanzamt geprüft und bescheinigt wurde. Dann bieten sich dem Verein vor allem einen steuerlichen Nutzen: bestimmte Einnahmen des Vereins sind körperschafts- und gewerbesteuerfrei, der Verein darf Spendenbescheinigungen ausstellen und für bestimmte Leistungen gilt ein ermäßigter Umsatzsteuersatz.
Der positive Imageeffekt, der mit der Gemeinnützigkeit einhergeht, ist ebenfalls nicht außer Acht zu lassen. So werden bestimmte Zuschüsse meist ausschließlich oder zumindest bevorzugt an gemeinnützige Organisationen vergeben.
Mit der Gemeinnützigkeit gehen aber auch eine Handvoll Auflagen einher. Dies gilt in erster Linie für den Umfang der wirtschaftlichen Betätigung, Einschränkungen bei der Mittelverwendung, die Vermögensbildung sowie erweiterte Buchführungspflichten.
Deshalb sollte auf jeden Fall vorab geprüft werden, ob sich die Gemeinnützigkeit für den Verein wirklich als sinnvoll erweist oder ob Nachteile doch überwiegen.
Häufige Probleme bei der Beantragung der Gemeinnützigkeit:

•    Satzungszwecke sind nicht genau genug definiert bzw. ausgeführt worden
•    Die Satzung enthält nicht begünstigte Zwecke (z.B. wirtschaftliche Zwecke)
•    Die Vermögensregelung ist zu ungenau

Empfehlung: In jeder Satzung eines gemeinnützigen Vereins müssen die in der Mustersatzung der Finanzverwaltung festgesetzten Regelungen enthalten sein. Legen Sie Ihren Satzungsentwurf noch vor der Gründung dem für den Verein zuständigen Finanzamt zur Prüfung vor. So können spätere Änderungen (die unter anderem mit weiteren Kosten verbunden sind) vermieden werden.

Die Strukturen des Vereins

Für eingetragene Vereine sind zwei Organe vorgeschrieben, der Vorstand und die Mitgliederversammlung. In nicht eingetragenen Vereinen sind alle Mitglieder hinsichtlich ihrer Kompetenzen gleichgestellt, falls nicht Organe wie beim eingetragenen Verein gebildet werden.
In der heutigen Zeit werden den Leuten die Eigenschaften Mobilität, Flexibilität und Individualität immer wichtiger. Deshalb sollten auch die Strukturen des Vereins daran angelegt sein.

Der Vereinsvorstand: Aufgaben, Risiken, Absicherung

Der Vorstand trägt die meiste Verantwortung, denn mit der Führung eines Vereins gehen eine Menge Aufgaben einher. Daher sollten die Aufgaben des Vorstands, aber auch die Risiken und Möglichkeiten zur Absicherung beachtet werden. Eine der wichtigsten Aufgaben des Vorstandes besteht darin, den Vereinszweck und die Vereinsinteressen sinngemäß zu verfolgen. Auch muss der Vorstand dafür sorgen, dass der Verein zu immer rechtlich abgesichert ist.

Was sind die Aufgaben des Vereinsvorstands?

1. Vorsitzender

  • Repräsentation des Vereins
  • Vorbereitung und Leitung von Vereinsversammlungen, Sitzungen des Vorstandes, Bürositzungen usw.
  • Führung und Überwachung von Vereinsversammlungs- und Vorstandsbeschlüssen
  • Vertretung des Vereins bei Kontakten mit Behörden oder Veranstaltungen anderer Vereine
  • Erstellung des Jahresberichts
  • Unterzeichnung sämtlicher Korrespondenzen des Vereins
  • Kontrolle über eingehende Rechnungen und Übersicht über alle Vereinsgeschäfte

Wichtig: Für das Amt des 1. Vorsitzenden gibt es einige Anforderungen, die das Mitglied erfüllen muss. So sollte es sich mit den Aufgaben und Zielen des Vereins vollständig identifizieren können. Auch ist es sinnvoll, wenn die Person bereits Führungs- und Organisationserfahrungen mitbringt. Es ist zudem von Vorteil, wenn der 1. Vorsitzende strategisch denkt und entscheidungsfreudig ist und es so schafft, den Verein zielstrebig zu führen und voranzutreiben.

2. Vorsitzender

  • Vertretung des 1. Vorsitzenden
  • Organisation von Versammlungen
  • Übernahme von statistischen Aufgaben
  • Leitung von Verhandlungen im Auftrag des 1. Vorsitzende
  • Übersicht über Satzung und Geschäftsordnung
  • Beratung des 1. Vorsitzenden

Schriftführer

  • Pünktliche Erledigung des laufenden Schriftverkehrs
  • Führung des Protokolls bei jeglichen Versammlungen und Sitzungen des Vereins
  • Verfassung und Versendung von Einladungen
  • Mitgliederverwaltung – und betreuung
  • Verfügt über die Befugnis, Aufgaben im Auftrag des 1. Vorsitzenden zu erledigen

Kassenwart

  • Betreuung des gesamten Finanzwesens und Überwachung des Vereins-Budgets
  • Führung der Vereinsrechnung und Betreuung des Bankverkehrs
  • Befugnis, die Jahresbeiträge einzuziehen
  • Pflege von Kontakten zu potentiellen Geldgebern

Beisitzer

  • Mitwirkung bei Vorstandsversammlungen etc.
  • Sicherstellung, dass, ungeachtet des Inhalts, eine allgemeine und faire Beurteilung bei z.B. einem Verfahrensablauf stattfindet
  • Oftmals auch Abteilungsleiter, zum Beispiel für die Jugendarbeit

Wann haftet der Vereinsvorstand?

Die Themen Risiko und Haftung spielen vor allem für Vorstandsmitglieder eine große Rolle. Es ist wichtig, sich bewusst zu machen, dass nicht nur der Verein als Gesamtheit zur Haftung gezogen werden kann, sondern auch jedes einzelne Vorstandsmitglied – und das haftet dann mit seinem Privatvermögen. In Ausnahmefällen kann es passieren, dass der Vorstand nicht neben dem Verein als Gesamtschuldner haftet, sondern eine Alleinhaftung des Vorstandes (§840 Abs. 2 BGB) beschlossen wird.

Welche Versicherung braucht jeder Verein?

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