Deckt meine bestehende Berufshaftpflicht auch Schäden durch Künstliche Intelligenz ab?
Das hängt vom Bedingungswerk ab. Ältere Verträge wurden formuliert, bevor KI-Werkzeuge im Arbeitsalltag verbreitet waren, und regeln den Fall deshalb oft nicht ausdrücklich. Bernhard Assekuranz prüft die bestehende Police und sagt Ihnen, ob eine Klarstellung oder ein Wechsel nötig ist.
Was zählt als KI-bedingter Schaden in der Berufshaftpflicht?
Ein Vermögensschaden, der bei einem Auftraggeber entsteht, weil ein KI-gestütztes Ergebnis fehlerhaft in Ihre Leistung eingeflossen ist – etwa eine falsche Auswertung, eine unzutreffende Auskunft oder eine fehlerhaft integrierte KI-Funktion.
Ist die KI-Haftpflicht eine eigene Versicherung?
Nein. Es handelt sich um eine Berufs- beziehungsweise Vermögensschadenhaftpflichtversicherung, deren Bedingungen den Einsatz von Künstlicher Intelligenz ausdrücklich einschließen. Eine separate Police ist in der Regel nicht erforderlich.
Was ist bei KI-bedingten Schäden nicht versichert?
Vorsätzliche und bewusste Pflichtverletzungen sind nicht versicherbar. Ebenfalls nicht in die Berufshaftpflicht gehören Cyberangriffe auf Ihre eigenen Systeme, Personen- und Sachschäden im Betrieb sowie Schäden durch physische Produkte.
Wie unterscheidet sich die KI-Haftpflicht von einer Cyber-Versicherung?
Die Berufshaftpflicht greift, wenn Ihre Leistung bei einem Auftraggeber einen finanziellen Schaden verursacht. Die Cyber-Versicherung greift, wenn Ihre eigenen Systeme angegriffen werden und daraus Kosten, Betriebsunterbrechung oder Datenschäden entstehen.
Brauche ich die KI-Haftpflicht zusätzlich zur IT-Haftpflichtversicherung?
In vielen Fällen nicht: Die IT-Haftpflichtversicherung enthält bereits eine Vermögensschadendeckung für IT-Tätigkeiten. Bernhard Assekuranz prüft, welche der beiden Sparten Ihr Risiko trägt, damit keine Doppelversicherung entsteht.
Was passiert, wenn mein Unternehmen über 200.000 Euro Umsatz liegt?
Dann schreibt Bernhard Assekuranz das Risiko bei mehreren Versicherern aus und bereitet Ihr Risikoprofil für die Anfrage auf. Der Tarifrechner ist für diese Größenordnung nicht ausgelegt, weil Bedingungen und Deckungssummen dort nicht verhandelbar sind.
Gilt der Schutz auch für Projekte, die bereits laufen?
Das hängt vom Konzept und vom Zeitpunkt der Pflichtverletzung ab. Bernhard Assekuranz klärt vor Abschluss, ob eine Rückwärtsdeckung für bereits begonnene Projekte vereinbart werden kann.
Was kostet eine Berufshaftpflicht mit KI-Einschluss?
Die Prämie richtet sich nach Tätigkeit, Jahresumsatz, Deckungssumme und Selbstbeteiligung. Für Kleingewerbe zeigt der Tarifrechner den Beitrag direkt nach Eingabe der Unternehmensdaten an, bei ausgeschriebenen Risiken ergibt er sich aus den Angeboten der angefragten Versicherer.
Bis zu welchem Umsatz ist ein Online-Abschluss möglich?
Der Tarifrechner von Bernhard Assekuranz ist für Kleingewerbe bis rund 200.000 Euro Jahresumsatz vorgesehen. Darüber schreibt Bernhard Assekuranz das Risiko bei mehreren Versicherern aus und erstellt ein individuelles Angebot.
Welche Deckungssumme ist bei KI-Risiken sinnvoll?
Maßgeblich ist der höchste Schaden, der bei einem Auftraggeber realistisch entstehen kann, nicht der eigene Umsatz. Am Markt gelten 500.000 bis 1 Million Euro als Basis; für IT- und Beratungsleistungen mit größeren Kundenprojekten werden 1 bis 5 Millionen Euro empfohlen. Bernhard Assekuranz leitet die Höhe aus Ihrer Auftragsstruktur ab.
Ist die Beratung von Kunden zu KI mitversichert oder nur die eigene Nutzung?
Beide Varianten sind am Markt versicherbar, werden aber nicht in jedem Konzept gleich behandelt. Bernhard Assekuranz prüft in der Ausschreibung, welche Versicherer sowohl den eigenen Einsatz von KI als auch die Beratung zu KI einschließen.
Wer sollte eine Berufshaftpflicht mit KI-Einschluss abschließen?
Beratende und digitale Dienstleister, deren Arbeitsergebnisse beim Kunden finanzielle Folgen haben: Unternehmens- und Personalberatung, IT- und Softwaredienstleistung, Agenturen, Text- und Analyseleistungen sowie Freelancer und Kleingewerbe mit KI-gestützter Produktion.
Schadenfall-Szenario
Eine Beratungsgesellschaft erstellt für einen Industriekunden eine Marktanalyse und nutzt dafür ein KI-Werkzeug zur Auswertung öffentlicher Datenquellen. Eine Kennzahl wird falsch zugeordnet, der Fehler fällt in der internen Qualitätssicherung nicht auf. Der Kunde trifft auf Basis der Analyse eine Investitionsentscheidung und macht anschließend einen Vermögensschaden geltend.
In dieser Konstellation ist die Berufshaftpflicht die zuständige Sparte: Der Versicherer prüft den Anspruch, wehrt unberechtigte Forderungen ab und reguliert berechtigte Ansprüche im Rahmen der vereinbarten Deckungssumme. Bernhard Assekuranz meldet den Schaden beim Versicherer und begleitet die Regulierung. Ohne vertragliche Klarstellung zum KI-Einsatz wäre zunächst zu klären, ob der Vertrag diesen Sachverhalt überhaupt erfasst – genau diese Unsicherheit soll die Klarstellung vermeiden.