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Risiken, Schutz und Kosten

Welche Versicherung braucht ein metallverarbeitender Betrieb?

Metallverarbeitende Betriebe (Giesserei, Zerspanung, Umformung, Oberflächentechnik) brauchen eine erweiterte Produkthaftpflicht, eine Maschinen- und Gebäudeversicherung sowie eine Umwelt- und Betriebsunterbrechungsversicherung. Hohe Temperaturen, Galvanik-Chemikalien und sicherheitsrelevante Bauteile machen Brand-, Umwelt-, Maschinen- und Produkthaftungsrisiken zum Schwerpunkt.

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Welche Risiken sind in der Metallindustrie besonders relevant?

In der Metallindustrie treten folgende Schadenszenarien überdurchschnittlich häufig oder mit besonders hohen Summen auf:

  • Brand und Explosion an Schmelz-, Giess- und Härteanlagen.
  • Maschinenbruch an CNC-, Press-, Stanz- und Giessanlagen.
  • Produkthaftung bei sicherheitsrelevanten Bauteilen (Aus-/Einbau, Mangelfolgeschäden).
  • Umwelt-/Gewässerschäden durch Galvanik-Chemikalien, Säuren und Kühlschmierstoffe.
  • Bearbeitungs-/Tätigkeitsschäden an Kundenteilen in der Lohnfertigung.

Branchenkontext: Worauf es bei der Absicherung ankommt

Die Metallindustrie reicht von der Giesserei über Zerspanung und Umformung bis zur Oberflächen- und Galvanotechnik - mit entsprechend unterschiedlichen Risiken. Schmelz- und Wärmeprozesse bringen hohe Brandlasten; die Galvanik bringt wassergefährdende Stoffe und damit Umweltrisiken (WHG, AwSV-Anlagen). 

Sicherheitsrelevante Teile gehen oft in Maschinen oder Konstruktionen Dritter ein, sodass Materialfehler erst spät sichtbar werden und teure Austauschaktionen auslösen. Versicherer bewerten Brand- und Explosionsschutz, den Umgang mit Gefahrstoffen, die Qualitätssicherung und - bei Lohnfertigung - den Einschluss von Bearbeitungsschäden, der in Standardpolicen oft fehlt.

Welcher Versicherungsschutz ist für metallverarbeitende Betriebe unverzichtbar?

Drehen, Fräsen, Schweißen, Stanzen, Schmieden, Gießen – metallverarbeitende Betriebe formen Werkstoffe unter Einsatz von Hitze, Druck und Präzision zu Bauteilen, die in Automobilen, Maschinen, Gebäuden und Infrastruktur stecken. Die Risiken sind dabei so vielfältig wie die Verfahren selbst: Funkenflug beim Schweißen, Kühlschmierstoff der in elektrische Anlagen gelangt, Metallspäne die Förderbänder blockieren, CNC-Steuerungen die durch Überspannung ausfallen. Hinzu kommt: Ein fehlerhaftes Bauteil das beim Kunden verbaut wird und dort zu einem Schaden führt, zieht in der Metallverarbeitung schnell Haftungsansprüche nach sich, die den Warenwert um ein Vielfaches übersteigen. Solide Absicherung ist in diesem Umfeld keine Vorsichtsmaßnahme – sie ist Teil der Kalkulation.

Technische Versicherungen

Maschinenversicherung Metallverarbeitung

Maschinenversicherung

CNC-Bearbeitungszentren, Abkantpressen, Laserschneidanlagen, Schweißroboter, Drehmaschinen, Schleifanlagen – die Fertigungsmaschinen eines metallverarbeitenden Betriebs sind das Fundament der Wertschöpfung und gleichzeitig die größte Schadensquelle. Metallspäne die in Antriebseinheiten gelangen, Bedienfehler bei der Einrichtung einer neuen Aufspannung, Kühlmittelausfall der zu Überhitzung führt, Werkzeugbruch der die Spindel einer CNC-Maschine beschädigt: Schadenursachen gibt es viele und sie sind oft erst im Nachhinein eindeutig zuzuordnen. Die Maschinenversicherung deckt als Allgefahrenversicherung alle unvorhergesehenen Schäden ab – Reparatur, Ersatzteilbeschaffung, Leihmaschinen für die Überbrückungszeit. Was der Versicherer nicht übernimmt, muss er ausdrücklich ausschließen.

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Elektronikversicherung Metallindustrie

Elektronikversicherung

Moderne Metallverarbeitung läuft digital: SPS-Steuerungen koordinieren Fertigungslinien, Messmaschinen prüfen Toleranzen im Mikrometerbereich, Überwachungsanlagen sichern Produktionsprozesse rund um die Uhr, ERP-Systeme steuern Material- und Kapazitätsplanung. Fällt die Steuereinheit einer Fertigungszelle durch Überspannung aus oder beschädigt Kühlschmierstoff die Mess- und Prüfelektronik, entstehen Schäden die weit über den Gerätewert hinausgehen – Produktionsausfall und Nacharbeitskosten inklusive. Die Elektronikversicherung deckt Bedienungsfehler, Überspannung, Induktion, Kurzschluss, Brand, Blitzschlag, Wasserschäden und Einbruchdiebstahl ab und stellt bei längeren Ausfällen Leihgeräte bereit.

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Sach- und Betriebsunterbrechungsversicherung

Gebäudeversicherung Metallindustrie

Gebäudeversicherung

Produktionshallen mit schwerem Maschinenfundament, Lagerhallen für Rohmaterial und Fertigteile, Werkstattgebäude mit Schweißbereichen, Büro- und Sozialgebäude – metallverarbeitende Betriebe nutzen ihre Gebäude intensiv und setzen sie dabei besonderen Risiken aus. Funkenflug beim Schweißen ist eine permanente Brandentstehungsquelle, Öl- und Kühlmittelansammlungen auf Böden erhöhen das Schadenspotenzial bei einem Brand erheblich, und schwere Maschinen belasten Böden und Fundamente dauerhaft. Die gewerbliche Gebäudeversicherung deckt Produktions-, Lager- und Verwaltungsgebäude gegen Feuer, Sturm, Leitungswasser, Explosion und weitere Gefahren ab und trägt die Wiederherstellungskosten bevor sie zur Liquiditätsfrage werden.

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Inhaltsversicherung Metallindustrie

Inhaltsversicherung

Stahlcoils im Rohwarenlager, Aluminiumblechstapel, Fertigteile auf dem Weg zur Qualitätsprüfung, Schneidwerkzeuge und Spannmittel in der Werkzeugausgabe, Büroausstattung in der Arbeitsvorbereitung – der technische und kaufmännische Warenbestand eines metallverarbeitenden Betriebs hat einen Gesamtwert der regelmäßig unterschätzt wird. Kommt es zu einem Brand, einem Wasserschaden durch eine defekte Sprinkleranlage oder einem Einbruchdiebstahl an hochwertigem Werkzeug, übernimmt die Inhaltsversicherung Wiederbeschaffung oder Reparatur zum Neuwert. Gerade Sonderwerkzeuge und Vorrichtungen mit langen Wiederbeschaffungszeiten sollten in der Versicherungssumme besonders berücksichtigt werden. 

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Betriebsunterbrechungsversicherung Metallindustrie

Betriebsunterbrechung

Metallverarbeitende Zulieferer arbeiten oft unter Just-in-time-Bedingungen: Fällt eine Fertigungslinie aus, fehlt dem Automobilkunden die Ware für den Montageband-Takt. Ein Hallenbrand, ein Wasserschaden der mehrere CNC-Maschinen außer Betrieb setzt, ein Stromausfall der Härteanlagen beschädigt – die Wiederanlaufzeit in der Metallverarbeitung ist oft länger als erwartet, weil Maschinen justiert, Werkzeuge eingefahren und Fertigungsprozesse neu qualifiziert werden müssen. Während die Produktion stillsteht, laufen Löhne, Mieten, Leasingraten und Energiekosten weiter. Die Betriebsunterbrechungsversicherung fängt den Ertragsausfall vollständig auf – von Feuer über Einbruchdiebstahl bis Leitungswasserschaden.

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Betriebshaftpflicht Metallverarbeitung

Betriebshaftpflicht

Im metallverarbeitenden Betrieb entstehen Haftungsrisiken an vielen Stellen gleichzeitig: Ein Mitarbeiter beschädigt beim Materialeingang mit dem Gabelstapler das Fahrzeug eines Lieferanten, ein Servicetechniker verursacht beim Kundeneinsatz einen Sachschaden, Öl aus einer undichten Maschine gelangt in das Abwassersystem. Dazu kommt die Haftung gegenüber Kunden für Schäden die durch fehlerhafte Bearbeitung entstehen – etwa ein falsch gefrästes Bauteil das beim Kunden eine teure Anlage beschädigt. Die Betriebshaftpflicht prüft jeden Schadensersatzanspruch auf Berechtigung, übernimmt berechtigte Personen- und Sachschäden und wehrt unberechtigte Ansprüche aktiv und auf eigene Kosten ab.

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Versicherungen für einen umfassenden Schutz

Transportversicherung für Gewerbekunden

Transportversicherung

Stahlbauteile, Aluminiumprofile, Präzisionsteile mit engen Toleranzen, Schweißkonstruktionen mit aufwendiger Oberflächenbehandlung – Metallprodukte sind schwer, sperrig und oft empfindlich gegenüber mechanischer Einwirkung oder Feuchtigkeit während des Transports. Beschädigungen beim Verladen, Korrosionsschäden durch eindringende Feuchtigkeit in offenen Aufliegern, Verformungen durch unsachgemäße Ladungssicherung: Die Frachtführerhaftung deckt diese Schäden oft nur eingeschränkt ab. Die Transportversicherung sichert Fertigteile, Halbzeuge und Betriebsmittel vom Verladeort bis zur Übergabe am Zielort zum vollen Warenwert – als Allgefahrendeckung und unabhängig vom Transportmittel.

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Cyber-Versicherung Metallindustrie

Cyber-Versicherung

Metallverarbeitende Betriebe sind längst vernetzt: CAD-Daten werden direkt in CNC-Maschinen übertragen, ERP-Systeme steuern Materialdisposition und Kapazitätsplanung, Qualitätsdaten laufen in Echtzeit in Kundensysteme. Was die Effizienz steigert, schafft gleichzeitig Angriffsfläche – und mittelständische Zulieferer stehen zunehmend im Fokus von Ransomware-Gruppen, die genau wissen dass ein Produktionsstopp beim Automobilzulieferer schnell enormen Druck erzeugt. Die Cyber-Versicherung übernimmt Kosten für IT-Forensik, Systemwiederherstellung und Betriebsausfall durch Cyberangriff und stellt im Ernstfall Spezialisten bereit, die Fertigungssysteme und Büro-IT gleichzeitig wiederherstellen können.

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Produkthaftpflicht Metallindustrie

Produkthaftpflicht

Ein Strukturbauteil das durch einen Materialfehler unter Last versagt, ein Präzisionsteil das durch eine Maßabweichung eine Montage beim Kunden blockiert, eine Schweißnaht die unter Betriebsbedingungen nicht hält und eine teure Anlage beschädigt: Produktfehler in der Metallverarbeitung haben oft technische Folgen, die weit über den Wert des Teils selbst hinausgehen. Mit zunehmender Rückverfolgbarkeit durch digitale Fertigungsdokumentation lässt sich der Hersteller im Schadensfall eindeutig identifizieren. Die Produkthaftpflicht deckt Personen- und Sachschäden durch fehlerhafte Produkte ab und schützt das Unternehmen vor Schadensersatzansprüchen, die ohne diesen Schutz schnell die Jahresumsatz-Dimension erreichen können.

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Flottenversicherung Metallindustrie

Flottenversicherung

Transporter für den Teileauslieferungsservice, Schwerlast-LKW für Stahlcoiltransporte, Gabelstapler mit Straßenzulassung, Firmenfahrzeuge für den Außendienst – metallverarbeitende Betriebe bewegen eine Fahrzeugflotte die in ihrer Einsatzintensität und Schadensanfälligkeit über das Normalmaß hinausgeht. Die Flottenversicherung bündelt alle Fahrzeuge in einem Vertrag mit einheitlichen Konditionen und einem Ansprechpartner im Schadensfall. Bei längeren Reparaturen werden Leihfahrzeuge gestellt, damit Lieferfähigkeit und Betriebsablauf nicht durch einen einzelnen Fahrzeugschaden beeinträchtigt werden.

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Unfallversicherung Metallindustrie

Unfallversicherung

Metallverarbeitung gehört zu den unfallträchtigsten Berufsfeldern: rotierende Fräswerkzeuge, scharfkantige Stanzteile, heiße Schweißnähte, schwere Werkstücke im Kranbereich, Absturzrisiken beim Arbeiten an Großanlagen. Die Berufsgenossenschaft Holz und Metall (BGHM) deckt Arbeits- und Wegeunfälle ab – aber der gesetzliche Schutz endet in der Freizeit und reicht bei schweren Unfällen mit dauerhaften Folgen oft nicht aus, um laufende Betriebskosten und Lebensunterhalt gleichzeitig zu sichern. Eine zusätzliche betriebliche Unfallversicherung schließt diese Lücke mit Invaliditätszahlungen, Tagegeldern während der Rehabilitation und Hinterbliebenenschutz – rund um die Uhr, auch außerhalb der Arbeitszeit.

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Betriebliche Altersvorsorge Metallindustrie

Betriebliche Altersvorsorge

CNC-Dreher, Schweißfachleute, Werkzeugmacher, Zerspanungsmechaniker – Facharbeiter in der Metallverarbeitung werden händeringend gesucht und sind auf dem Arbeitsmarkt nicht leicht zu ersetzen. Die betriebliche Altersvorsorge über Bruttoentgeltumwandlung zahlt auf beiden Seiten ein: Mitarbeiter sparen Steuern und Sozialabgaben und bauen Alterskapital auf, Arbeitgeber profitieren durch reduzierte Lohnnebenkosten und eine langfristige Mitarbeiterbindung die über die nächste Lohnrunde hinausgeht. In einem Berufsfeld das körperlich fordernd ist und in dem Berufserfahrung einen messbaren Produktivitätsunterschied macht, ist die bAV ein konkretes Signal an die Belegschaft: Hier wird langfristig gedacht.

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Schadenbeispiel aus der Praxis

In einem Galvanikbetrieb wird über Nacht eine undichte Leitung an einem Chromelektrolyt-Becken festgestellt; Elektrolyt gelangt in die Bodenwanne und teils ins Erdreich. Die Wasserbehörde ordnet Probenahmen und eine Bodensanierung an. Sanierung, Entsorgung und Gutachten kosten 240.000 EUR, dazu ein mehrtägiger Stillstand. Umweltschadens- und Betriebsunterbrechungsdeckung tragen Sanierung und Ertragsausfall.

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Häufige Fragen zur Versicherung in der Metallindustrie

Brauchen Galvanik- und Oberflächenbetriebe eine Umweltversicherung?

Ja, dringend. Galvanik arbeitet mit wassergefährdenden Stoffen; Leckagen können Boden und Gewässer kontaminieren. Die Standard-Betriebshaftpflicht schließt solche Umweltschäden aus - dafür braucht es Umwelthaftpflicht und Umweltschadensbausteine.

Warum eine erweiterte Produkthaftpflicht?

Weil sicherheitsrelevante Metallteile bei Mangel den Austausch im fertigen Bauwerk oder in der Maschine des Kunden auslösen. Diese Aus-/Einbaukosten deckt nur die erweiterte Produkthaftpflicht.

Sind Bearbeitungsschäden an Kundenteilen versichert?

Ja, über die Bearbeitungs-/Tätigkeitsschadenklausel der Betriebshaftpflicht - wichtig für Lohnfertiger, die fremde Werkstücke bearbeiten.

Ist das Brandrisiko in Giessereien besonders hoch?

Ja, durch Schmelz- und Wärmeprozesse. Der Versicherer setzt meist Brand- und Explosionsschutzauflagen voraus; ein gutes Schutzkonzept senkt die Prämie.

Was kostet die Versicherung eines Metallbetriebs?

Markt-Orientierung: Produkthaftpflicht ab ca. 1.500 EUR/Jahr; Umwelt-, Gebäude-, Maschinen- und BU-Deckung je nach Verfahren und Anlagenwert zusätzlich.

Nächster Schritt

Bernhard Assekuranz ist auf Gewerbe- und Industrieversicherungen spezialisiert und stellt für die Metallindustrie ein abgestimmtes Versicherungsprogramm zusammen. Fordern Sie eine unverbindliche Risikoanalyse und ein Vergleichsangebot an - wir prüfen Ihren bestehenden Schutz auf Lücken und Einsparpotenzial.

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