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Versicherungsthemen

Welche Unternehmensversicherungen sind in Deutschland besonders kostengünstig?


Welche Unternehmensversicherungen sind in Deutschland besonders kostengünstig?

Schäden sind im Unternehmensalltag unvermeidlich. Ob sie nur ein ärgerlicher Vorfall bleiben oder zur existenziellen Krise heranwachsen, hängt allerdings vom Versicherungsschutz ab.

Besonders für kleine und mittlere Unternehmen spielen dabei die Kosten eine entscheidende Rolle. Doch Vorsicht: Der niedrigste Beitrag ist kein Garant für den besten Schutz.

Als Spezialist für Unternehmensversicherungen mit über 70 Jahren Markterfahrung wissen wir, worauf es wirklich ankommt.

In diesem Artikel zeigen wir Ihnen: Wieso gewisse Unternehmensversicherungen in Deutschland vergleichsweise kostengünstig sind, welche Faktoren die Beitragshöhe beeinflussen und warum eine ausgewogene Absicherung wichtiger ist als der günstigste Preis.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Unternehmensversicherungen bieten Basisschutz vor gängigen Risiken wie Schäden an Eigentum, Betriebsunterbrechungen oder Cyberangriffen.

  • Je nach Unternehmensgröße, Branche und Tarif zählen die Betriebshaftpflicht-, Inhalts- und Rechtsschutzversicherungen als vergleichsweise günstige Policen.

  • Solche Basistarife decken aber oft nur die Standardrisiken ab und haben niedrige Deckungssummen. Im Ernstfall kann die vermeintliche Ersparnis so in Unterversicherung resultieren.

1. Warum sind Unternehmensversicherungen so wichtig?

Unternehmensversicherungen dienen dazu, Unternehmen vor finanziellen Risiken zu schützen, die den Fortbestand des Betriebs gefährden. 

Dazu zählen beispielsweise: 

  • Schadensersatzforderungen Dritter

  • Sachschäden

  • Betriebsunterbrechungen

  • Datenverlust

  • Cyberangriffe

In Deutschland unterscheidet man zwischen gesetzlich vorgeschriebenen Pflichtversicherungen und freiwilligen Policen. Pflichtversicherungen umfassen beispielsweise die gesetzliche Unfallversicherung für Mitarbeiter. 

Freiwillige Versicherungen, wie die Betriebshaftpflichtversicherung, sind hingegen nicht gesetzlich vorgeschrieben. Sie gelten jedoch als zentrale Bausteine einer umfassenden Risikovorsorge, da sie explizit auf die Risiken des Unternehmens sowie der Branche zugeschnitten sind. 

2. Welche Faktoren beeinflussen die Kosten für Unternehmensversicherungen?

Die Beitragshöhe von Unternehmensversicherungen wird nicht allein durch die Versicherungsart bestimmt. 

Darüber hinaus haben folgende Faktoren Einfluss auf den Preis:

  • Branche und Risikoprofil: Unternehmen mit höherem Risikopotenzial (z. B. mit Maschinen, Lagerbeständen oder starkem Kundenverkehr) müssen mit höheren Versicherungsprämien rechnen als risikoärmere Unternehmen.

  • Deckungsumfang und Selbstbeteiligung: Hohe Deckungssummen und niedrige Selbstbehalte erhöhen die Prämie. Günstige Tarife haben deshalb höhere Selbstbeteiligungen.

  • Unternehmensgröße und Umsatz: Mit steigender Mitarbeiterzahl, höherem Umsatz oder größerem Betriebsvermögen steigt die potenzielle Schadenshöhe und damit auch die Beitragshöhe.

  • Schadenhistorie und Risikomanagement: Betriebe mit wenigen Vorschäden oder gutem Sicherheitsmanagement, profitieren im Regelfall von günstigeren Konditionen.

  • Versicherungswert: Inventar wird zum Neuwert oder Zeitwert versichert. Neuwertversicherungen kosten mehr, bieten dafür aber besseren Ersatz im Schadenfall.

  • Standort: Standorte in Regionen mit höherem Risiko für Einbruch, Hochwasser oder andere Gefahren erhöhen ebenfalls die Prämie.

  • Regelmäßige Anpassung: Bei gestiegenem Inventarwert muss die Versicherungssumme regelmäßig überprüft und angepasst werden, um Unterversicherung zu vermeiden.

3. Welche Unternehmensversicherungen sind tendenziell am günstigsten?

Gewisse Versicherungen sind für Unternehmen vergleichsweise kostengünstig. Das liegt zum einen daran, dass sie standardisierte Risiken abdecken, die sich in den meisten Betrieben ähneln. 

Zum anderen sind die Policen oft bewusst auf einen begrenzten Leistungsumfang ausgelegt. Dadurch können die Beiträge niedrig gehalten werden und das Unternehmen dennoch vom Versicherungsschutz profitieren.

Betriebshaftpflichtversicherung

Die Betriebshaftpflichtversicherung ist die wichtigste Versicherung für Unternehmen in Deutschland. Sie greift, wenn Dritte durch das Unternehmen zu Schaden kommen und Ansprüche geltend machen. Dementsprechend zählt sie auch zu den am häufigsten abgeschlossenen Gewerbeversicherungen.

Für kleine und mittlere Unternehmen ist diese Versicherung dabei oft besonders günstig, da die Risiken in vielen Branchen standardisiert und damit gut kalkulierbar sind. Viele Anbieter stellen zudem Basistarife bereit, die einen soliden Grundschutz bieten und dabei moderate Deckungssummen in Kombination mit einer Selbstbeteiligung enthalten.

Allerdings gibt es auch Einschränkungen. Die Basistarife stoßen nämlich an ihre Grenzen, wenn:

  • Hohe Deckungssummen erforderlich sind (z. B. in produzierenden Betrieben)

  • Spezielle Risiken wie Umwelthaftung oder Produkthaftung bestehen

  • Regressforderungen von Leistungsträgern (z. B. Berufsgenossenschaften) berücksichtigt werden müssen

In solchen Fällen ist eine erweiterte Betriebshaftpflicht mit höheren Deckungssummen und zusätzlichen Versicherungsbausteinen erforderlich.

► Mehr Informationen zur Betriebshaftpflicht

Geschäftsinhaltsversicherung

Die Geschäftsinhaltsversicherung schützt das Inventar und die Betriebseinrichtung eines Unternehmens vor Schäden durch Gefahren wie Feuer, Leitungswasser, Sturm, Hagel oder Einbruchdiebstahl. Damit ist sie besonders wichtig für Betriebe, die auf eigenes Inventar angewiesen sind, etwa Büros oder Ladengeschäfte.

Für kleinere Unternehmen mit überschaubarem Inventar und geringem Schadensrisiko sind die Prämien meist moderat. In Deutschland kostet eine typische Geschäftsinhaltsversicherung je nach Branche und Versicherungsumfang oft nur wenige hundert Euro pro Jahr.

Das liegt unter anderem daran, dass:

  • die Versicherungssummen werden niedrig angesetzt, sofern wenig Inventar vorhanden ist.

  • die Schadensrisiken begrenzt sind, etwa weil kein großes Lager oder keine komplexen Maschinen genutzt werden.

  • die Absicherung standardisiert ist und die Versicherer daher auf umfangreiche Erfahrungswerte zurückgreifen können.

Bei höherem Inventarwert oder besonderen Risiken steigen die Beiträge jedoch deutlich. Zwar gibt es auch hier noch recht günstige Policen, allerdings nur mit Einschränkungen, wie:

  • Begrenzten Deckungssummen

  • Niedrigen Höchstentschädigungen

  • Hoher Selbstbeteiligung

  • Umfangreichen Ausschlüssen

► Mehr Informationen zur Geschäftsinhaltsversicherung

Gewerberechtsschutzversicherung

Eine Rechtsschutzversicherung unterstützt Unternehmen dabei, die Kosten für rechtliche Auseinandersetzungen zu tragen. Dazu gehören beispielsweise Anwalts- und Gerichtskosten, Gutachterhonorare oder Zeugengelder.

Im gewerblichen Bereich ist sie besonders wichtig, weil Rechtsstreitigkeiten, wie Arbeitsrechtskonflikte oder Vertragsstreitigkeiten, schnell hohe Summen erreichen können, die das Unternehmen schwer belasten.

Je nach Unternehmensgröße, Branche und Rechtsform fallen Tarife dementsprechend günstiger oder kostspieliger aus. Teilweise sind die Versicherungssummen sogar niedriger als bei Haftpflicht- oder Inhaltsversicherungen. Besonders kostengünstig sind Policen, die nur ausgewählte Leistungsbausteine enthalten. 

Im Gegenzug musst Du jedoch einige Kompromisse eingehen, wie beispielsweise.: 

  • Standardfälle: Basis-Tarife decken in der Regel nur Standardfälle ab.

  • Komplexe Rechtsstreitigkeiten: Prozesse wie Produkthaftung, Baurecht oder Steuerstreitigkeiten sind meist nicht im Tarif enthalten.

  • Wartezeiten: Häufig gilt eine Wartezeit von drei Monaten, bevor der Versicherungsschutz greift.

  • Ausschlüsse: Vorsätzliches Handeln oder bereits absehbare Streitigkeiten vor Vertragsbeginn sind in der Regel ausgeschlossen.

  • Branchenbeschränkung: Unternehmen aus Bereichen mit hohem Konfliktpotenzial, wie Bau, Handwerk oder Gastronomie, sind für gewöhnlich nicht in der Police inbegriffen.

► Mehr Informationen zur Gewerberechtsschutzversicherung

4. Weshalb günstig bei Unternehmensversicherungen nicht immer besser ist

Ein günstiger Basis-Tarif wirkt zwar zunächst attraktiv, kommt im Ernstfall aber schnell an seine Grenzen. Anders als bei Privatversicherungen sind Standardlösungen hier nämlich schwierig. Immerhin variieren die Anforderungen von Unternehmen zu Unternehmen sowie je nach Branche.

Basis-Tarife decken nur die grundlegenden Risiken ab und bieten dementsprechend wenig Schutz, was diejenigen Risiken angeht, auf die es tatsächlich ankommt. Außerdem sind Deckungssummen bei günstigen Policen häufig niedrig und es gibt Ausschlüsse, die im Ernstfall zu Versicherungslücken führen. 

Das, was im Vorfeld an Prämien gespart wurde, kann sich so im Schadenfall zu einer erheblichen Belastung entwickeln. Viel entscheidender ist daher, dass der Versicherungsschutz alle relevanten betrieblichen Risiken erfasst.

 

Die Grenzen günstiger Policen im Überblick

  • Begrenzter Schutz: Günstige Tarife enthalten oft Ausschlüsse, z. B. bei grober Fahrlässigkeit, vorsätzlichen Handlungen oder bestimmten Betriebsarten. Schäden in diesen Bereichen trägt das Unternehmen demnach selbst.

  • Niedrige Deckungssummen: Ist die Deckungssumme zu gering, bleibt der Betrieb im Ernstfall selbst auf den Kosten sitzen. Gerade bei Haftpflichtfällen mit Personenschäden oder größeren Sachschäden kann das teuer werden.

  • Hohe Selbstbeteiligung: Eine hohe Selbstbeteiligung senkt die Prämie, erhöht aber auch die eigene Kostenbelastung.

  • Eingeschränkte Serviceleistungen: Letztlich bieten günstige Tarife einfach weniger Service. Unterstützung beim Schadenmanagement, individuelle Beratung oder Unterstützung durch Gutachter; all das ist in solchen Tarifen meist nicht enthalten.

5. Unternehmensversicherungen richtig vergleichen – unsere Experten-Tipps für Unternehmen

  • Risikoanalyse: Ein strukturierter Vergleich verschiedener Angebote ist der Schlüssel, um Lücken im Versicherungsschutz aufzudecken und genau den Tarif zu finden, der auf Ihr Unternehmen zugeschnitten ist.

  • Preis-Leistung: Kurzfristig günstige Policen können sich im Schadenfall als kostspielig erweisen. Vergleichen Sie stattdessen mehrere Angebote und wählen Sie einen Tarif, der Kosten und Schutz ausbalanciert. Prüfen Sie dabei genau, welche Risiken abgedeckt und welche ausgeschlossen sind.

  • Deckungssummen & Selbstbeteiligung: Achten Sie auf ausreichend hohe Deckungssummen und eine moderate Selbstbeteiligung.

  • Branchenspezifische Risiken: Berücksichtigen Sie die Besonderheiten Ihrer Branche, denn bestimmte Geschäftsmodelle haben ein höheres Schadenspotenzial und erfordern entsprechend spezielle Leistungen.

  • Regelmäßige Überprüfung: Sie sollten Ihre Versicherungen mindestens einmal jährlich kontrollieren, um sicherzustellen, dass sie weiterhin zum aktuellen Risikoportfolio passen.

  • Beratung: Die Beratung durch einen professionellen Makler bietet hier entscheidende Vorteile. Dieser analysiert Ihre individuellen Risiken, vergleicht gezielt passende Angebote und identifiziert Schwachstellen im bestehenden Konzept. So stellen Sie sicher, dass Ihr Versicherungsschutz nicht nur auf dem Papier überzeugt, sondern tatsächlich den Anforderungen Ihres Unternehmens gerecht wird.

6. Fazit

Der niedrigste Beitrag ist oft das kostspieligste Risiko. Entscheidend für den echten Wert einer Unternehmensversicherung ist deshalb nicht ihr Preis, sondern ihre Leistung im Schadensfall.

Nur eine Police, die auf einer realistischen Risikoanalyse basiert und Ihren individuellen Schutzbedarf lückenlos abdeckt, sichert auch langfristig die wirtschaftliche Existenz Ihres Unternehmens.

Eine professionelle Beratung durch einen unabhängigen Makler schafft hier Klarheit: Der Makler hilft Ihnen, Risiken realistisch einzuschätzen, passgenaue Policen zu identifizieren und versteckte Lücken im Kleingedruckten aufzudecken.

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