Wie wird die Prämie einer Flottenversicherung berechnet?
Die Prämie richtet sich nach dem Schadenverlauf des gesamten Fuhrparks der vergangenen drei bis fünf Jahre, der Fahrzeugstruktur und den vereinbarten Selbstbehalten – nicht nach individuellen Schadenfreiheitsklassen einzelner Fahrzeuge.
Üblich ist ein einheitlicher Beitragssatz für definierte Fahrzeuggruppen: Der Versicherer legt einen Satz fest, zu dem alle Fahrzeuge dieser Gruppe – auch neu hinzukommende – versichert werden. Verschlechtert sich der Schadenverlauf der gesamten Flotte, kann sich der Beitragssatz bei der nächsten Vertragsanpassung erhöhen; bei einem guten Schadenverlauf sinkt er entsprechend. Ein höherer Selbstbehalt senkt die laufende Prämie, verlagert aber auch mehr Risiko ins Unternehmen – wie hoch der Selbstbehaltsrahmen sinnvollerweise gewählt wird, hängt von der tatsächlichen Schadenshistorie ab.
Für ein belastbares Angebot benötigen Versicherer eine vollständige Schadenstatistik, eine aktuelle Fahrzeugliste sowie Angaben zu Nutzungsarten und Fahrerkreis. Je vollständiger diese Unterlagen, desto präziser – und häufig günstiger – fällt das Angebot aus. Ein freier Versicherungsmakler kann an dieser Stelle Angebote mehrerer Versicherer parallel einholen und das Risikoprofil professionell aufbereiten, statt sich auf einen einzelnen Anbieter zu verlassen.