Vereinsschäden passieren häufiger als gedacht – oft bei ganz alltäglichen Aktivitäten. Die drei häufigsten Schadensursachen sind Stolperunfälle, Mietsachschäden und Schäden bei Veranstaltungen.
Fall 1: Stolperunfall beim Vereinsfest
Ein Gast stolpert beim Sommerfest des Turnvereins über ein lose verlegtes Verlängerungskabel und bricht sich das Handgelenk. Der Geschädigte fordert Schmerzensgeld (3.000 €), Behandlungskosten (800 €) und Verdienstausfall (2.400 €). Ohne Vereinshaftpflicht müsste der Verein 6.200 € aus eigener Tasche zahlen. Mit Versicherungsschutz übernimmt die Versicherung – und prüft zunächst, ob die Forderung berechtigt ist.
Fall 2: Brand durch vergessene Kaffeemaschine
Ein Vereinsmitglied vergisst nach dem Vorstandstreffen die Kaffeemaschine auszuschalten. Durch Überhitzung entsteht ein Brand, der den gemieteten Vereinsraum stark beschädigt. Gesamtschaden: 25.000 €. Die Vereinshaftpflicht greift – da Mietsachschäden typischerweise eingeschlossen sind.
Fall 3: Schlüsselverlust beim Sportverein
Der Platzwart des Sportvereins verliert den Hauptschlüssel zur Sportanlage, der Zugang zu mehreren Gebäuden und Schränken ermöglicht. Die Schließanlage muss vollständig ausgetauscht werden: Kosten 18.000 €. Auch hier springt die Vereinshaftpflicht ein – Schlüsselverlust ist in der Regel mitversichert.