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Digitalisierung Versicherungsthemen

Cyber-Angriffe auf KMU: Eine unterschätzte Bedrohung für Ihr Unternehmen


Cyberangriffe auf KMU

Cyberangriffe auf KMU sind längst kein Problem mehr, das nur Großkonzerne betrifft. Im Gegenteil: Kleine und mittlere Unternehmen geraten zunehmend ins Visier von Kriminellen – gerade weil sie oft schlechter geschützt sind als Konzerne, aber dennoch über wertvolle Daten, funktionierende Zahlungsströme und sensible Kundenbeziehungen verfügen.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) bewertet die Bedrohungslage in Deutschland als angespannt. Laut dem aktuellen BSI-Lagebericht richteten sich rund 80 Prozent der registrierten Ransomware-Angriffe gegen kleine und mittlere Unternehmen. Die wirtschaftlichen Folgen sind erheblich – und viele Betriebe unterschätzen, wie schnell ein einziger erfolgreicher Angriff den Betrieb lahmlegen kann.

Dieser Überblick zeigt, warum KMU besonders gefährdet sind, welche Angriffsarten am häufigsten vorkommen, wie Sie Ihr Unternehmen wirksam schützen und welche Rolle eine Cyberversicherung als finanzielles Auffangnetz spielt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Rund 80 % der vom BSI registrierten Ransomware-Angriffe trafen kleine und mittlere Unternehmen; die Dunkelziffer liegt deutlich höher.
  • Cyberkriminalität verursachte laut Bitkom-Studie „Wirtschaftsschutz 2025“ einen Gesamtschaden von rund 202 Milliarden Euro für die deutsche Wirtschaft.
  • Im Schnitt erfüllen KMU nur etwa 56 % der grundlegenden IT-Sicherheitsanforderungen und überschätzen häufig ihr Schutzniveau.
  • Die häufigsten Angriffsarten sind Ransomware, Phishing und Social Engineering – der Mensch bleibt die zentrale Schwachstelle.
  • Bei Datenschutzverletzungen gilt eine DSGVO-Meldepflicht von 72 Stunden an die Aufsichtsbehörde.
  • Eine Cyberversicherung deckt Eigen- und Drittschäden ab und stellt im Ernstfall IT-Forensik und Krisenhilfe bereit – setzt aber technische Mindeststandards voraus.
     

Warum sind KMU besonders von Cyberangriffen betroffen?

KMU sind ein beliebtes Ziel, weil sie wertvolle Daten besitzen, aber selten über die Sicherheitsbudgets und das Fachpersonal großer Konzerne verfügen. Angreifer setzen auf automatisierte, breit gestreute Attacken – getroffen wird, wer am schlechtesten geschützt ist.
Viele Inhaber gehen davon aus, ihr Betrieb sei „zu klein, um interessant zu sein“. Diese Annahme ist gefährlich. Cyberkriminelle arbeiten zunehmend automatisiert und scannen das Internet systematisch nach verwundbaren Systemen. Nicht die Bekanntheit des Unternehmens entscheidet, sondern die Angreifbarkeit.
Hinzu kommt: KMU stehen oft in Lieferketten großer Unternehmen. Über einen schlecht gesicherten Zulieferer verschaffen sich Angreifer Zugang zu deren Auftraggebern – sogenannte Supply-Chain-Angriffe. Damit wird auch der kleine Handwerksbetrieb oder Dienstleister zum strategischen Ziel.

Typische Schwachstellen im Mittelstand:

  • Fehlendes oder unregelmäßiges Patch- und Update-Management
  • Keine konsequente Datensicherung (Backups) bzw. ungetestete Wiederherstellung
  • Schwache oder mehrfach genutzte Passwörter, fehlende Zwei-Faktor-Authentifizierung
  • Geringes Sicherheitsbewusstsein der Mitarbeitenden
  • Kein Notfallplan für den Ernstfall
     

Welche Cyberangriffe sind für Unternehmen am häufigsten?

Die häufigsten Bedrohungen für Unternehmen sind Ransomware (Verschlüsselungstrojaner), Phishing und Social Engineering. Bei den meisten erfolgreichen Angriffen ist der erste Einfallsweg der Mensch – nicht die Technik.

Ransomware: Die größte Einzelbedrohung

Bei einem Ransomware-Angriff verschlüsseln Kriminelle Ihre Daten und fordern Lösegeld für die Freigabe. Häufig wird zusätzlich mit der Veröffentlichung gestohlener Daten gedroht (doppelte Erpressung). Das BSI stuft Ransomware als die größte Bedrohung für die IT-Sicherheit in Unternehmen ein. Ein erfolgreicher Angriff kann den Betrieb für Tage oder Wochen vollständig stilllegen.

Phishing: Der Köder per E-Mail

Beim Phishing versenden Täter täuschend echte E-Mails, um Zugangsdaten abzugreifen oder Schadsoftware einzuschleusen. Phishing ist die bekannteste Form des Social Engineering und oft der erste Schritt eines größeren Angriffs – etwa als Einfallstor für Ransomware.

Social Engineering: Der Mensch als Schwachstelle

Beim Social Engineering manipulieren Angreifer Mitarbeitende gezielt, um an Informationen oder Geld zu gelangen – etwa indem sie sich am Telefon als Vorgesetzter oder IT-Dienstleister ausgeben (CEO-Fraud). Keine Firewall schützt vollständig, wenn Mitarbeitende getäuscht werden. Schulung und Sensibilisierung sind deshalb zentral.

Überblick: Angriffsart und typische Folge

AngriffsartTypische Folge für das Unternehmen
RansomwareBetriebsstillstand, Datenverlust, Lösegeldforderung
PhishingAbfluss von Zugangsdaten, Folgeangriffe
Social Engineering / CEO-FraudFehlüberweisungen, Datenpreisgabe
DDoS-AngriffeAusfall von Webshop, Website oder Online-Diensten
Supply-Chain-AngriffeKompromittierung über Zulieferer oder Software

Welche Schäden verursacht ein Cyberangriff?

Ein Cyberangriff verursacht weit mehr als Lösegeldforderungen: Betriebsunterbrechung, Wiederherstellungskosten, Reputationsverlust und rechtliche Folgen wie DSGVO-Bußgelder summieren sich schnell zu existenzbedrohenden Beträgen.
Laut der Bitkom-Studie „Wirtschaftsschutz 2025“ entstand der deutschen Wirtschaft durch Cyberkriminalität ein Gesamtschaden von rund 202 Milliarden Euro. Für ein einzelnes KMU bedeutet bereits ein mittlerer Vorfall oft Kosten im fünf- bis sechsstelligen Bereich – durch Produktionsausfall, externe IT-Forensik, Datenrekonstruktion und entgangene Umsätze.
Die Schäden lassen sich in zwei Kategorien einteilen:

  • Eigenschäden: Kosten der Wiederherstellung, IT-Forensik, Betriebsunterbrechung, Krisenkommunikation.
  • Drittschäden: Ansprüche Dritter, etwa von Kunden, deren Daten betroffen sind, sowie Schadenersatzforderungen nach DSGVO.
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Cyber-Risiko-Check

In 2 Minuten erfahren Sie, wie gut Ihr Unternehmen gegen Cyber-Angriffe abgesichert ist.

Cyber-Angriffe treffen längst nicht mehr nur Großkonzerne. Kleine und mittlere Unternehmen sind heute ein bevorzugtes Ziel – oft weil Sicherheitslücken leicht auszunutzen sind. Unser kostenloser Check zeigt Ihnen in wenigen Fragen, wo Ihr Unternehmen steht und was zu tun ist.

87 %
der Unternehmen waren 2025 von Angriffen betroffen (Bitkom)
289 Mrd.
Euro Gesamtschaden – 70 % davon durch Cyberattacken
82 %
der Unternehmen erwarten noch mehr Angriffe in den nächsten 12 Monaten
Check starten →

Welche rechtlichen Pflichten gelten nach einem Datenvorfall?

Sind personenbezogene Daten betroffen, muss der Vorfall in der Regel innerhalb von 72 Stunden nach Bekanntwerden der zuständigen Datenschutzaufsichtsbehörde gemeldet werden. Bei hohem Risiko sind zusätzlich die Betroffenen zu benachrichtigen.
Die DSGVO-Meldepflicht macht aus einem IT-Problem schnell ein rechtliches. Versäumnisse können Bußgelder nach sich ziehen, und Betroffene haben seit Inkrafttreten der DSGVO ein Recht auf Schadenersatz bei Datenlecks. Diese Forderungen können – bei vielen Betroffenen – erheblich ausfallen. Eine Cyberversicherung kann hier unterstützen, ersetzt aber nicht die Pflicht, Datenschutz organisatorisch ernst zu nehmen.

Wie schützt sich ein Unternehmen wirksam vor Cyberangriffen?

Wirksamer Schutz beruht auf drei Säulen: technische Maßnahmen (Updates, Backups, Zugangsschutz), organisatorische Prozesse (Notfallplan, Berechtigungen) und geschulte Mitarbeitende. Keine einzelne Maßnahme reicht allein.

Die folgenden Basismaßnahmen senken das Risiko erheblich und werden von vielen Cyberversicherern ohnehin vorausgesetzt:

MaßnahmeNutzen
Regelmäßige, getrennte BackupsWiederherstellung nach Ransomware ohne Lösegeldzahlung
Zeitnahe Updates & PatchesSchließt bekannte Sicherheitslücken
Zwei-Faktor-AuthentifizierungSchützt Zugänge auch bei gestohlenen Passwörtern
Virenschutz & FirewallErkennt und blockiert bekannte Schadsoftware
MitarbeiterschulungenReduziert Erfolg von Phishing und Social Engineering
Notfallplan (Incident Response)Schnelle, geordnete Reaktion im Ernstfall

Wichtig: IT-Sicherheit ist kein einmaliges Projekt, sondern ein laufender Prozess. Die Bedrohungslage verändert sich ständig – das BSI registrierte zuletzt im Schnitt rund 119 neue Sicherheitslücken pro Tag, ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahr.

Unsere Empfehlung: Schützen Sie Ihr Unternehmen vor Cyber-Risiken

Cyberangriffe sind allgegenwärtig und können Unternehmen teuer zu stehen kommen. Eine Cyber-Versicherung schützt nicht nur finanziell, sondern bietet auch wertvolle Unterstützung im Ernstfall.

  • Finanziellen Schutz – Übernahme von Kosten bei Cybervorfällen
  • Schnelle Expertenhilfe – IT-Support zur Schadensbegrenzung
  • Rechtliche Absicherung – Unterstützung bei Datenschutz- und Haftungsfragen

Lassen Sie digitale Bedrohungen nicht zur Gefahr werden – sichern Sie Ihr Unternehmen jetzt ab!

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Wann ist eine Cyberversicherung sinnvoll?

Eine Cyberversicherung ist sinnvoll, sobald ein Unternehmen auf IT, digitale Daten oder Online-Prozesse angewiesen ist – also praktisch für jedes moderne KMU. Sie übernimmt finanzielle Folgen und stellt im Schadenfall schnelle Expertenhilfe bereit.
Technische Schutzmaßnahmen senken das Risiko, beseitigen es aber nie vollständig. Die Cyberversicherung schließt die verbleibende Lücke: Sie deckt typischerweise Eigenschäden (z. B. Wiederherstellung, Betriebsunterbrechung), Drittschäden (Ansprüche Betroffener) sowie unterstützende Leistungen wie IT-Forensik, Rechtsberatung und Krisenkommunikation ab.
Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat Musterbedingungen für die Cyberversicherung veröffentlicht. Voraussetzung für den Versicherungsschutz ist meist ein IT-Mindestschutz – etwa aktueller Virenschutz, individuelle Nutzerzugänge und regelmäßige Datensicherungen. Wer diese Standards erfüllt, schützt sich nicht nur besser, sondern erhält auch leichter und günstiger Versicherungsschutz.

Versicherungsempfehlungen von Bernhard Assekuranz

Cyberrisiken stehen selten allein. Für eine fundierte Absicherung sind je nach Unternehmen folgende Bausteine relevant:

  • Cyberversicherung: Zentraler Baustein gegen Eigen- und Drittschäden nach Cyberangriffen, inklusive Soforthilfe durch IT-Forensik und Krisenmanagement.
  • Betriebshaftpflichtversicherung: Grundabsicherung gegen Schadenersatzansprüche Dritter; ergänzt die Cyberdeckung im Bereich klassischer Haftungsrisiken.
  • D&O-Versicherung: Schützt Geschäftsführer und Vorstände vor persönlicher Inanspruchnahme – etwa wenn nach einem Vorfall Versäumnisse bei der IT-Sicherheit vorgeworfen werden.
     

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Jedes Unternehmen hat ein eigenes Risikoprofil. Ob und in welchem Umfang eine Cyberversicherung sinnvoll ist, hängt von Branche, Größe, IT-Infrastruktur und Datenbestand ab. Bernhard Assekuranz analysiert Ihre Situation und vergleicht passende Lösungen am Markt. Vereinbaren Sie ein unverbindliches Beratungsgespräch und sichern Sie Ihren Betrieb gegen digitale Risiken ab.

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