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Versicherungsthemen

Welche Leistungen bietet die bKV? – 3 Modelle, die Sie unbedingt kennen sollten


Welche Leistungen bietet die bKV?

Jahr für Jahr kürzt die gesetzliche Krankenkasse zunehmend Leistungen. Zuschüsse für Brillen wurden eingestellt, moderne Zahntechnik ist nicht länger enthalten und selbst wichtige Vorsorgeuntersuchungen werden nicht mehr übernommen.

Das Interesse an privaten Zusatzversicherungen, wie der betrieblichen Krankenversicherung (bKV), nimmt daher immer mehr zu. Für Unternehmen die ideale Gelegenheit, in die Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu investieren und sich zudem als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren.

So halten laut einer Umfrage von ottonova ca. 86 % der Bewerber die bKV für wichtig. Dennoch sind viele Unternehmen unsicher, ob sich eine bKV tatsächlich lohnt. Kein Wunder: Unübersichtliche Leistungskataloge, die Vielzahl an Tarifen und unklare Leistungen werfen Zweifel auf.

In diesem Beitrag erfahren Sie, welche Leistungen die bKV tatsächlich bietet und wie sie diese finanzieren. Zudem präsentieren wir Ihnen 3 Modelle, die Sie unbedingt kennen sollten, um schnell von den Vorteilen der bKV zu profitieren.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Welche Leistungen die betriebliche Krankenversicherung enthält, hängt vom Tarif ab. Insgesamt stehen Ihnen 3 Modelle zur Verfügung.

  • Das Bausteinmodell ermöglicht es Unternehmen, maßgeschneiderte Versicherungspakete auf Grundlage einzelner Tarifbausteine zusammenzustellen.

  • Im Budgetmodell wird ein jährliches Gesamtbudget für Gesundheitsleistungen festgelegt, dass Mitarbeiter frei für Leistungen ihrer Wahl nutzen können.

  • Das Kombimodell vereint einzelne Bausteine aus dem Bausteinmodell mit einem festen Jahresbudget.

1. Wie funktioniert eine bKV?

Die betriebliche Krankenversicherung (bKV) ist eine freiwillige Krankenzusatzversicherung, die Unternehmen ihren Angestellten bereitstellen. Der Arbeitgeber schließt dazu üblicherweise einen Gruppenvertrag mit einer privaten Krankenversicherung für seine Mitarbeiter ab. Dieser fungiert damit als Versicherungsnehmer, während die Arbeitnehmer Zugang zu den zusätzlichen Gesundheitsleistungen erhalten.

In der Regel übernimmt der Arbeitgeber die Beiträge vollständig. Diese sind bis zu einer monatlichen Freigrenze von 50 Euro steuer- und sozialabgabenfrei, wenn sie als Sachbezug behandelt werden.

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2. Was sind die Benefits einer bKV?

Benefits für Arbeitgeber

  • Employer Branding: Eine betriebliche Krankenversicherung stärkt die Arbeitgebermarke und macht das Unternehmen somit attraktiver für qualifizierte Fachkräfte.

  • Motivation: Mitarbeiter fühlen sich durch betriebliche Sozialleistungen wertgeschätzt. Das erhöht die Motivation und festigt die Mitarbeiterbindung.

  • Kosteneffiziente Zusatzleistung: Über einen Gruppentarif kann der Arbeitgeber die bKV zu günstigen Konditionen anbieten.

  • Steuerliche Vorteile: Die Kosten sind als Betriebsausgaben steuerlich absetzbar.

  • Flexible Kostenmodelle: Es gibt keinen Mindestbeitrag, sodass der Tarif an die Bedürfnisse des Unternehmens angepasst werden kann.

Benefits für Arbeitnehmer

  • Günstiger Versicherungsschutz: Im Vergleich zu Normaltarifen sparen Arbeitnehmer durch Gruppenverträge bis zu 50 % der regulären Ausgaben.

  • Sicherheit für die Familie: Nicht nur Mitarbeiter profitieren von den Zusatzleistungen der bKV auch deren Familienangehörige sind mitversichert.

  • Bessere Gesundheitsversorgung: Die bKV schließt Lücken in der gesetzlichen Krankenversicherung.

  • Keine Gesundheitsprüfung: Der Tarif erfordert keine vorherige Gesundheitsprüfung.

  • Absicherung nach dem Ausscheiden: Auch nach dem Ausscheiden aus dem Unternehmen darf der Versicherungsschutz als Normaltarif weitergeführt werden.

3. Leistungen der bKV

Welche Leistungen die betriebliche Krankenversicherung enthält, hängt vom jeweiligen Tarif ab. Grundsätzlich stehen Ihnen drei Modelle zur Auswahl, nach denen Sie den Leistungskatalog für Ihr Personal zusammenstellen können:

 

Betriebliche Krankenversicherung nach dem Bausteinmodell

Nach dem Bausteinmodell wählen Sie gezielt passende Tarifbausteine aus und setzen individuelle Schwerpunkte, wobei jeder Baustein einen eigenen Leistungsbereich abdeckt. Dadurch lässt sich das Versicherungspaket optimal an die Bedürfnisse der Mitarbeiter anpassen.

Diese Flexibilität macht die betriebliche Krankenversicherung zu einer besonders kosteneffizienten Lösung für Ihr Unternehmen.

Sie können dabei aus folgenden Bausteinen auswählen:

  • Sehhilfe: Deckt die Kosten für Brillen und Kontaktlinsen.

  • Zahnzusatzversicherung: Übernimmt die Mehrkosten für Zahnbehandlungen wie Zahnspangen, Inlays, Kronen oder Implantate.

  • Vorsorgeuntersuchung: Erstattet die Kosten für Gesundheitschecks.

  • Stationäre Zusatzversicherung: Trägt zusätzliche Leistungen im Krankenhaus (z.B. Einbettzimmer oder Chefarztbehandlung).

  • Krankentagegeldversicherung: Sichert den Verdienstausfall ab, wenn Mitarbeiter aufgrund von Krankheit oder Unfall ausfallen.

  • Alternative Heilmethoden: Übernimmt die Ausgaben für Behandlungen wie Akupunktur, Osteopathie oder Homöopathie.

  • Auslandsreisekrankenversicherung: Deckt medizinische Behandlungen im Ausland sowie den Rücktransport nach Deutschland.

  • Pflegezusatzversicherung: Unterstützt Pflegeleistungen im Falle einer Pflegebedürftigkeit von Mitarbeitern oder deren Angehörigen.

Betriebliche Krankenversicherung nach dem Budgetmodell

Im Budgetmodell legen Sie ein jährliches Gesamtbudget fest, das der Angestellte für bestimmte Gesundheitsleistungen nutzen kann. Es steht ihm hierbei frei, die für ihn relevanten Leistungen auszuwählen. Abhängig vom Tarif kann der Mitarbeiter insgesamt zwischen 400 und 1500 Euro steuerfrei in Gesundheitsleistungen investieren.

Aus diesen Leistungen kann das Personal dabei üblicherweise wählen:

  • Zähne: Zahnbehandlung, Zahnersatz und Zahnprophylaxe

  • Augen: Sehhilfen, deren Reparaturen (bis zu einem gewissen Anteil) und refraktive Chirurgie

  • Ambulante Behandlung: Naturheilverfahren bei Heilpraktikern und Ärzten, Osteopathie, Arznei- und Verbandmittel (auch rezeptfrei), verordnete Heil- und Hilfsmittel (z. B. Hörgeräte) sowie gesetzliche Zuzahlungen zu diesen.

  • Stationäre Behandlung: Tagegeld (bis zu 10 Euro täglich)

  • Vorsorge: Vorsorgeuntersuchungen

Betriebliche Krankenversicherung nach dem Kombimodell

Das Kombimodell der betrieblichen Krankenversicherung kombiniert einen oder mehrere Bausteine aus dem Bausteinmodell mit dem Budgetmodell. Der Arbeitgeber legt hier ein beliebiges Jahresbudget für gesonderte Bausteine fest. 

Das hat den Vorteil, dass Sie Ihrer Belegschaft eine passgenaue bKV bieten. Im Gegenzug überschreitet das Kombimodell allerdings oftmals die gesetzlichen Steuerfreibeträge. Folglich muss das Unternehmen eigenständig für Mehrkosten aufkommen.

  • Expertentipp: Mit mehr als 70 Jahren Erfahrung in der bKV kennen wir die Anforderungen von Unternehmen genau. Bei einem persönlichen Beratungstermin helfen wir Ihnen, das passende bKV-Modell für Ihren Betrieb zu finden:

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4. Welche Formen der Finanzierung gibt es in der bKV?

Prinzipiell gibt es drei Formen der Finanzierung in der bKV: die Arbeitgeberfinanzierung, die Arbeitnehmerfinanzierung und die Mischfinanzierung. Welche davon am besten zu Ihrem Unternehmen passt, hängt von der Unternehmensgröße, dem Budget und Ihren strategischen Zielen ab.

Arbeitgeberfinanzierung

Bei der Arbeitgeberfinanzierung trägt der Arbeitgeber vollständig die bKV-Beiträge, sodass für die Mitarbeiter keine zusätzlichen Kosten entstehen. Die Beiträge werden als steuerfreier Sachlohn behandelt, sofern sie unter der monatlichen 50-Euro-Freigrenze liegen.

Zu Beginn entstehen damit höhere Ausgaben für das Unternehmen. Doch diese Investition zahlt sich langfristig durch ein produktiveres Team und eine gestärkte Arbeitgebermarke aus.

Arbeitnehmerfinanzierung

Der Arbeitgeber schließt bei dieser Finanzierungsform weiterhin den Gruppenvertrag für seine Mitarbeiter ab. Die Beiträge müssen diese jedoch selbstständig leisten. Für das Unternehmen bedeutet das weniger Aufwendungen. 

Allerdings schwächt die Arbeitnehmerfinanzierung einige der Benefits einer bKV ab. Zwar erhält das Personal weiterhin Zugriff zu vergünstigten Gesundheitsleistungen, muss diese nun aber selbst finanzieren. Die positiven Effekte auf die Mitarbeitermotivation bleiben dadurch womöglich aus.

Mischfinanzierung

Die Mischfinanzierung vereint beide Finanzierungsformen, indem sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer die Beiträge nach einer festgelegten Quote teilen. So entstehen eine ausgewogene Kosten-Nutzen-Verteilung und mehr Spielraum bei den Beiträgen. Zu bedenken sind jedoch die komplexere Abwicklung und steuerliche Fragen.

  • Tipp: Alles, was Sie zu Steuern der bKV wissen müssen, erfahren Sie hier:

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