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Versicherungsthemen

Wie kann ich mein Unternehmen in Deutschland umfassend versichern?


Wie kann ich mein Unternehmen in Deutschland umfassend versichern?

Jedes Unternehmen verfolgt eine eigene Vision. Um diese zu verwirklichen, reicht es jedoch nicht aus, Chancen zu erkennen. Zur Umsetzung Ihrer Vision gehört ebenso, die realen Risiken zu identifizieren und gezielt abzusichern. Ein durchdachtes Versicherungskonzept ist dafür die Grundlage.

Doch wie kann man sein Unternehmen in Deutschland umfassend versichern? Dieser Beitrag gibt Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Versicherungen für Ihr Unternehmen.

Unter anderem erfahren Sie: Welche Absicherungen unverzichtbar sind, wie sich betriebliche sowie persönliche Risiken minimieren lassen und mit welchen zusätzlichen Policen Sie Ihr Schutzkonzept sinnvoll ergänzen können.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Haftpflichtversicherungen schützen das Unternehmen und die Führungsebene vor den finanziellen Folgen von Personen-, Sach- und Vermögensschäden, die im Rahmen der Geschäftstätigkeit entstehen.

  • Die Rechtsschutzversicherung sorgt dafür, dass Unternehmen auch bei rechtlichen Auseinandersetzungen handlungsfähig bleiben.

  • Gewerbeversicherungen sichern das Gebäude, das Inventar, die Maschinen, die Fahrzeuge und die laufenden Erträge des Unternehmens ab.

  • IT-Versicherungen schützen Unternehmen bei Cyberangriffen, Datenverlusten und technischen Ausfällen.

1. Haftpflichtversicherungen für Unternehmen

Haftpflichtversicherungen bilden das Fundament jedes unternehmerischen Versicherungskonzepts. So belasten Haftpflichtschäden nicht nur das Unternehmen selbst. Bei schwerwiegenden Schäden haften Mitglieder der Geschäftsführung oder des Aufsichtsrats auch mit ihrem privaten Vermögen.

 

Betriebshaftpflichtversicherung

Wenn ein Dritter oder dessen Eigentum bei einer Unternehmenstätigkeit zu Schaden kommt, haftet das Unternehmen als juristische Person für den entstandenen Personen- oder Sachschaden. Das ist auch dann der Fall, wenn ein Mitarbeiter den Schaden verursacht hat. Solche Fälle können schnell in hohen Ersatzforderungen resultieren. 

Um den Betrieb davor zu schützen, ist eine Betriebshaftpflichtversicherung unerlässlich. Die Betriebshaftpflicht deckt dabei sämtliche, durch Personen-, Sach- oder daraus resultierende Vermögensschäden entstandenen Kosten. Sie gilt auf dem Unternehmensgelände, im öffentlichen Raum und bei Kundeneinsätzen. Auch die Mitarbeiter sind mitversichert.

  • Tipp: Zusätzlich sollten branchenspezifische Risiken abgesichert sein. Arbeitet Ihr Unternehmen beispielsweise mit umweltgefährdenden Stoffen, ist die Erweiterung auf eine Umwelthaftpflicht- und Umweltschadenversicherung sinnvoll. 

► Mehr Infos zur Betriebshaftpflichtversicherung

Produkthaftpflichtversicherung

Gemäß Produkthaftungsgesetz (ProdHaftG) haftet stets der Hersteller für Schäden, die durch seine Produkte entstehen. 

Von der Produkthaftung betroffen sind:

  • Hersteller im weiteren Sinne: Dazu gehören etwa Gastronomen, die für fehlerhaft hergestellte Speisen oder Getränke haften.

  • Quasihersteller: Unternehmen, die Produkte selbst nicht herstellen, aber als Produzent auftreten.

  • Reine Händler: Kann der ursprüngliche Hersteller nicht identifiziert werden (z. B. bei Herstellern im Ausland), geht die Produkthaftung auf den Händler über.

Wenn Ihr Unternehmen also Produkte herstellt oder vertreibt, empfiehlt sich neben der gewöhnlichen Betriebshaftpflicht die Erweiterung um eine Produkthaftpflichtversicherung (auch Produkthaftungsversicherung genannt). Sie übernimmt alle Kosten, die entstehen, falls Dritte wegen fehlerhafter Produkte Schadensersatz fordern.

Man unterscheidet dabei zwischen konventioneller und erweiterter Produkthaftpflicht:

  • Konventionelle Produkthaftpflicht: Sie ist bereits in der normalen Betriebshaftpflicht enthalten und greift, sobald ein Produkt des Unternehmens Personen oder Sachen schädigt. Auch daraus resultierende Vermögensschäden sind abgedeckt.

  • Erweiterte Produkthaftpflicht: Erweitert den Schutz der Produkthaftpflicht auf reine Vermögensschäden. Meist muss sie zusätzlich zur Betriebshaftpflicht abgeschlossen werden.

► Mehr Infos zur Produkthaftpflichtversicherung

Vermögensschadenhaftpflichtversicherung

Die Vermögensschadenhaftpflichtversicherung ähnelt der Produkthaftpflicht, schützt jedoch nicht vor fehlerhaften Produkten, sondern vor Fehlern in den erbrachten Leistungen des Unternehmens.

Auch hier besteht eine gesetzliche Pflicht zur Schadensersatzzahlung, sobald ein berechtigter Anspruch von Kundenseite vorliegt. Besonders in Bereichen wie Beratung oder Vermögensverwaltung kommen solche Fehler häufig vor und können beim Kunden erhebliche Schäden verursachen.

Die Vermögensschadenhaftpflicht prüft zunächst, ob der Anspruch gerechtfertigt ist. Ist er es, übernimmt sie die Unkosten. Ist der Anspruch nicht begründet, greift der passive Rechtsschutz des Versicherers und die Forderung wird abgewehrt.

► Mehr Infos zur Vermögensschadenhaftpflicht

D&O-Versicherung

Normalerweise haftet ein Unternehmen als juristische Person für Haftpflichtschäden. Unter gewissen Umständen muss die Führungsebene allerdings persönlich haften, etwa bei schwerwiegenden Pflichtverletzungen oder Organisationsverschulden. 

Gerade bei größeren Unternehmen können Schadensersatzforderungen dabei schnell Summen im 6- bis 8-stelligen Bereich erreichen. Die klassische Betriebshaftpflicht greift dann nicht mehr. 

Für Führungskräfte gibt es daher eine spezielle Haftpflichtversicherung: die Directors and Officers (D&O)-Versicherung. Sie schützt die Verantwortlichen vor persönlichen Haftungsansprüchen auf allen Unternehmensebenen. 

Die D&O-Versicherung schützt alle Organe, die von einer persönlichen Haftung betroffen sein können, zum Beispiel:

  • Verwaltungsräte

  • Aufsichtsräte

  • Vorstände

  • Geschäftsleitungen

  • Prokuristen und vergleichbare Führungskräfte (wenn bestimmte Kriterien erfüllt sind)

Überdies leistet sie passiven Rechtsschutz. Das bedeutet, der Versicherer trägt die Kosten für Verfahren sowie für die Abwehr unberechtigter Ansprüche.

► Mehr Infos zur D&O-Versicherung

2. Rechtsschutz für Unternehmen

Neben den Haftpflichtrisiken ist auch die rechtliche Absicherung ein wichtiger Bestandteil des Versicherungskonzepts eines Unternehmens. 

Immerhin sind Unternehmen tagtäglich mit arbeitsrechtlichen Fragen, Compliance-Verstößen und steuerlichen Streitigkeiten konfrontiert. 

Gerade bei komplexen Strukturen ist Rechtssicherheit entscheidend, damit das Unternehmen handlungsfähig bleibt. 

 

Gewerberechtsschutzversicherung

Um Ihr Unternehmen wirksam bei Rechtsstreitigkeiten abzusichern, ist eine Gewerberechtsschutzversicherung (auch Unternehmens-, Betriebs- oder Firmenrechtsschutz genannt) unerlässlich. 

Diese sichert das gesamte rechtsgeschäftliche Handeln Ihres Unternehmens ab, zu dem sämtliche geschäftliche Aktivitäten der Geschäftsführung sowie der Mitarbeiter gehören. 

Die Versicherung übernimmt unter anderem die Kosten für:

  • Rechtliche Erstberatung

  • Außergerichtliche Einigung

  • Gerichtsverfahren

Viele Versicherer bieten darüber hinaus Rechtsberatungen an, die Sie bei unternehmensrechtlichen oder anderen juristischen Fragen unterstützen. Der genaue Leistungsumfang hängt hierbei vom Tarif und Anbieter ab.

  • Tipp: Achten Sie darauf, dass Ihr Tarif (zumindest anteilig) die Kosten für einen Mediator deckt. Ein Mediator ist eine neutrale Person, die bei einer außergerichtlichen Lösung vermittelt, und das ist in der Regel deutlich günstiger als ein regulärer Prozess.

► Mehr Infos zur Gewerberechtsschutzversicherung

3. Gewerbeversicherungen für Unternehmen

Ein Sturm verwüstet die Lagerhalle. Ein Brand legt die Produktion lahm. Ein Einbruch sabotiert die IT. Solche Ereignisse treffen Unternehmen nicht nur mit immensen Sachschäden, sondern bringen auch die Betriebsabläufe ins Stocken und verursachen so weitere finanzielle Verluste. 

Um im Ernstfall umgehend zu reagieren, sind passende Versicherungen ausschlaggebend. Sie helfen, Schäden abzufedern und den Geschäftsbetrieb so reibungslos wie möglich aufrechtzuerhalten.

 

Gebäudeversicherung

Das gewerbliche Gebäude bildet die Basis für den Erfolg eines Unternehmens. An diesem Ort wird geplant, produziert und gewirtschaftet. Kommt es durch einen unvorhergesehenen Schaden zu Beschädigungen oder wird das Gebäude gar zerstört, steht die Existenz des gesamten Unternehmens auf dem Spiel.

Eine gewerbliche Gebäudeversicherung ist daher unverzichtbar. Im Prinzip funktioniert sie wie eine private Wohngebäudeversicherung. Nimmt das Gebäude also durch ein unvorhergesehenes Ereignis Schaden, trägt die Versicherung die entstehenden Kosten.

► Mehr Infos zur Gebäudeversicherung

Geschäftsinhaltsversicherung

Meistens ist es aber nicht nur das Gebäude selbst, das Schaden nimmt. Auch Einrichtung und Waren sind von unvorhergesehenen Schicksalsschlägen betroffen. Solche Vorfälle sind zudem besonders tückisch, weil sich viele kleine Schäden schnell zu einschneidenden Einbußen summieren.

Deshalb ist es ratsam, die Gebäudeversicherung, um eine Geschäftsinhaltsversicherung zu ergänzen. Genauso wie bei einer privaten Diebstahl-, Einbruch- oder Hausratsversicherung erstattet sie Schäden, die durch unerwartete Ereignisse an Einrichtung und Inventar entstehen. Üblicherweise werden außerdem Reparatur- und Wiederbeschaffungskosten zum Neuwert ersetzt.

► Mehr Infos zur Geschäftsinhaltsversicherung

Maschinenversicherung

Unternehmen, die auf teure Maschinen angewiesen sind, sollten darüber hinaus über eine Maschinenversicherung (auch als Maschinenbruchversicherung bezeichnet) verfügen. Denn schon ein kleiner technischer Fehler kann hier zu irreparablen Schäden führen. Für gewöhnlich muss dann rasch kostspieliger Ersatz beschafft werden.

Die Maschinenversicherung funktioniert ähnlich wie eine Inhaltsversicherung: Sie deckt die Kosten für Maschinen, Geräte und Anlagen, sobald diese unerwartet beschädigt werden. Überdies bietet sie eine Allgefahrendeckung. 

Das heißt: Alle Risiken, die nicht ausdrücklich vom Versicherer ausgeschlossen sind, sind automatisch mitversichert. Abgesehen davon verlangen Banken bei der Kreditvergabe für einen Maschinenpark häufig den Nachweis einer Maschinenversicherung.

► Mehr Infos zur Maschinenversicherung

Kfz-Versicherung

Abhängig von der Branche sind Geschäftsreisen oder tägliche Lieferfahrten Teil des Tagesgeschäfts. Eine Kfz-Versicherung ist in diesem Zusammenhang unverzichtbar, um den Betrieb reibungslos aufrechtzuerhalten. 

Unter anderem deckt diese Versicherung Schadenereignisse im Straßenverkehr und dem geschäftlichen Alltag ab. Allerdings ist nicht jede Kfz-Versicherung gleich. Sie muss demnach auf die Bedürfnisse des jeweiligen Unternehmens zugeschnitten werden.

Typische Einsatzbereiche sind:

  • Schutz der Fahrzeugflotte in Transportunternehmen

  • Absicherung für Autohändler

  • GAP-Deckung für geleaste Firmenfahrzeuge

► Mehr Infos zur Kfz-Versicherung

Betriebsunterbrechungsversicherung

Reparatur- und Ersatzkosten sind das eine. Im Worst Case, kann ein Schaden an Gebäuden, Inventar, Maschinerie oder Fahrzeugen jedoch gleich zu einem kompletten Ausfall des Geschäftes führen. Die Folge: Das Unternehmen ist nicht mehr leistungsfähig und es entstehen Ertragsausfälle.

Die Betriebsunterbrechungsversicherung (auch als Ertragsausfallversicherung bekannt) hilft Ihnen, diese Phase finanziell zu überbrücken. So funktioniert es: Der Versicherer berechnet anhand Ihrer Unternehmenskennzahlen den voraussichtlichen Jahresertrag. Im Schadensfall wird dieser Betrag ausgezahlt, sodass Sie ohne Engpässe den Wiederaufbau Ihres Unternehmens in die Wege leiten können.

► Mehr Infos zur Betriebsunterbrechungsversicherung

4. IT-Versicherungen für Unternehmen

Kaum noch gibt es ein Geschäftsmodell, das nicht auf die eine oder andere Weise auf digitale Technologie angewiesen ist. Ein umfassendes IT-Sicherheitskonzept gehört deshalb mittlerweile zur Grundausstattung. Darunter fallen nicht nur Datenschutz und Cybersicherheit, sondern auch der Schutz der technischen Infrastruktur.

Cyber-Risk-Versicherung

Das Internet ist mittlerweile allgegenwärtig. Kaum noch gibt es Prozesse in Unternehmen, die nicht in irgendeiner Form online ablaufen. Das ist praktisch, hat aber auch seine Tücken, da mit der digitalen Transformation leider auch das Risiko von Cyberkriminalität steigt. 

Dringt ein Fremdprogramm in die Systeme eines Unternehmens ein, sind die Konsequenzen erheblich, besonders wenn Passwörter, TAN-Nummern oder Kreditkartendaten gestohlen werden oder wichtige Daten verloren gehen.

Klar, in erster Linie kommt es hier auf Prävention an. Tritt aber doch der Fall der Fälle ein, sollten Sie auf eine Cyber-Risk-Versicherung zurückgreifen können, die die wesentlichen Risiken abdeckt. 

Dazu zählen:

  • Cyberangriffe

  • Datenverlust

  • Erpressung

  • Gestohlene Daten

Wichtig: Die Cyber-Risk-Versicherung greift nur bei Schäden, infolge von Cyberkriminalität, nicht hingegen bei Eigenverschulden. Damit die Versicherung also auch optimalen Schutz bietet, sollten Sie Ihre IT-Risiken zuvor gründlich analysieren und beheben.

► Mehr Infos zur Cyber-Risk-Versicherung

Elektronikversicherung

IT-Risk-Management bedeutet nicht nur, sicher in der digitalen Welt unterwegs zu sein. Ebenso wichtig ist der Schutz der elektronischen Schlüsseltechnologien Ihres Unternehmens. Genau das bietet die Elektronikversicherung. 

Sie schützt Ihre elektronischen Geräte, Anlagen, Informations- und Kommunikationstechnologien bei Schäden durch Abnutzung, Kurzschluss oder Bedienungsfehler. Weiterhin deckt sie die Reparatur- und Ersatzkosten sowie die Datenwiederherstellung zum Neuwert ab. 

  • Tipp: Für geschäftsrelevante Geräte empfiehlt es sich, einen gesonderten Tarif abzuschließen.

► Mehr Infos zur Elektronikversicherung

5. Fazit

Ein durchdachtes Versicherungskonzept ist für Unternehmen in Deutschland unverzichtbar. So begrenzt es finanzielle Risiken und sichert die langfristige Handlungsfähigkeit.

Haftpflichtversicherungen bilden hierbei das Fundament, indem sie das Unternehmen und die Führungsebene vor den Folgen von Personen-, Sach- und Vermögensschäden aus der Geschäftstätigkeit schützen.

Die Rechtsschutzversicherung sorgt derweil dafür, dass das Unternehmen auch bei rechtlichen Auseinandersetzungen handlungsfähig bleibt. Unterdessen bewahren Gewerbeversicherungen die materiellen Grundlagen wie Gebäude, Inventar und Betrieb.

Letztlich schließen IT-Versicherungen die Sicherheitslücke bei Cyberangriffen, Datenverlusten und folgenschweren technischen Ausfällen.

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