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Ehrenamt – Ihr Ratgeber für ehrenamtliches Engagement


Ehrenamt

Laut dem aktuellen Deutschen Freiwilligensurvey des BMFSFJ sind bereits über ein Drittel der Bevölkerung ehrenamtlich aktiv.

Kein Wunder, denn vom Ehrenamt profitieren sowohl Helfer als auch die Gemeinschaft. Gemeinnützige Projekte erhalten die dringend benötigte Unterstützung und Ehrenamtler gewinnen durch ihr Engagement wertvolle berufliche sowie persönliche Erfahrung.

Doch welche Möglichkeiten gibt es, sich ehrenamtlich einzubringen? Wie findet man den richtigen Einsatzort? Und wird das Engagement vielleicht sogar bezahlt?

Damit Ihr Start in die Gemeinnützigkeit reibungslos gelingt, finden Sie in unserem Ratgeber alles, was Sie über das Ehrenamt wissen müssen.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Eine ehrenamtliche Tätigkeit ist eine freiwillige Aufgabe, die unentgeltlich ausgeführt wird und einem gemeinwohlorientierten Zweck dient.

  • Die Voraussetzungen für eine ehrenamtliche Tätigkeit in Deutschland sind, dass die Arbeit freiwillig, gemeinwohlorientiert und nebenberuflich erfolgt. Außerdem gelten je nach Ehrenamt Anforderungen wie Mindestalter und Vereinszugehörigkeit.

  • Ehrenamtler dürfen eine Aufwandsentschädigung für ihre Mühen erhalten, ohne den ehrenamtlichen Charakter der Tätigkeit zu gefährden.

1. Was ist eine ehrenamtliche Tätigkeit?

Eine ehrenamtliche Tätigkeit (auch bürgerschaftliches Engagement genannt) ist eine freiwillige und unentgeltliche Aufgabe, die einem gemeinwohlorientierten Zweck dient. Damit beschreibt der Begriff „ehrenamtlich“ jede Form von Einsatz, bei der freiwillige Helfer ihre Zeit und Fähigkeiten einbringen, um andere Menschen bzw. die Gesellschaft aus eigenem Antrieb und ohne finanzielle Gegenleistung zu unterstützen.

Beispiele für ehrenamtliche Arbeit

Ehrenamtliche Arbeit erstreckt sich über sämtliche Bereiche, des gesellschaftlichen Lebens. Im Folgenden finden Sie einige Beispiele für typische Einsatzfelder:

  • Freiwillige Feuerwehr: Die Mitglieder stehen rund um die Uhr einsatzbereit, um stets auf eine Notfallsituation reagieren zu können.

  • Übungsleiter in Sportvereinen: Trainer begleiten Kinder und Erwachsene im Sportverein.

  • Kirchliche Ehrenämter: Aufgaben in der Kirchenverwaltung oder Kirchenpflege werden üblicherweise von freiwilligen Mitgliedern übernommen.

  • Jugendhilfe: Ehrenamtler betreuen Jugendzentren, organisieren Freizeitaktivitäten und unterstützen Jugendliche aus schwierigen familiären Situationen.

  • Tierschutz: In Tierheimen helfen Freiwillige bei der Pflege der Tiere. Dadurch sichern sie trotz knapper Ressourcen den laufenden Betrieb.

  • Flüchtlingshilfe: Freiwillige unterstützen bei der Integration, fördern Sprachkenntnisse und helfen bei Behördengängen, Einkäufen und Arztbesuchen.

  • Nachbarschaftshilfe: Ehrenamtler helfen älteren oder kranken Menschen den Alltag zu erleichtern, indem sie bei Arztbesuchen, Einkäufen oder alltäglichen Aufgaben unterstützen.

  • Hospizarbeit: Freiwillige Helfer begleiten Menschen in ihrer letzten Lebensphase. Dazu gehören z.B. Gespräche oder Kuchenspenden.

  • Notfallhilfe: Von Rettungseinsätzen auf See bis zur Telefonseelsorge – in vielen Bereichen der Notfallhilfe halten Ehrenamtler die Dienste am Laufen.

  • Obdachlosenhilfe: Auch Organisationen wie Tafeln, Schlafplätze oder Suppenküchen funktionieren nur dank der Arbeit von freiwilligen Helfern.

2. Welche Gründe gibt es für ehrenamtliches Engagement?

Menschen engagieren sich ehrenamtlich, um auf vielfältige Weise Gutes zu bewirken und gesellschaftliche Anliegen aktiv zu unterstützen. 

Zu den gängigsten Gründen für ehrenamtliches Engagement gehören:

  • Religiöse Motivation: In vielen Religionen ist ehrenamtliches Engagement im Glauben verankert.

  • Inneres Bedürfnis: Manche Menschen empfinden ein inneres Bedürfnis, anderen eine Freude zu bereiten. Die Dankbarkeit anderer ist dabei bereits eine ausreichende Belohnung.

  • Schicksalsschläge: Schicksalsschläge, etwa Unfälle, Erkrankungen oder die familiäre Situation, wirken oftmals als Inspiration für ehrenamtliche Unterstützung.

  • Arbeit mit Jugendlichen: Die Arbeit mit jungen Menschen motiviert durch die Möglichkeit, vielseitige Aufgaben in der Jugendarbeit zu übernehmen.

  • Persönliches Interesse: Ehrenamtler engagieren sich oft in einem Gebiet, das ihnen am Herzen liegt. Beispielsweise lässt sich ein Hobby sinnvoll mit Gemeinnützigkeit verbinden.

  • Soziale Kontakte: Viele Menschen engagieren sich auch schlichtweg, um Gleichgesinnte zu treffen und neue Kontakte zu knüpfen.

  • Suche nach Herausforderung: Ehrenamtliche Arbeit konfrontiert mit neuen Herausforderungen. Wer diese annimmt, lernt viel über sich selbst.

3. Voraussetzungen für die ehrenamtliche Tätigkeit

Die Voraussetzungen für eine ehrenamtliche Tätigkeit in Deutschland sind im Wesentlichen folgende:

  • Freiwilligkeit: Die Tätigkeit muss freiwillig und ohne Zwang erfolgen.

  • Gemeinwohlorientierung: Die Arbeit dient gemeinnützigen, mildtätigen oder kirchlichen Zwecken und ist nicht auf materiellen Gewinn ausgerichtet.

  • Nebenberuflichkeit: Ein Ehrenamt darf nicht die Hauptbeschäftigung sein. Der zeitliche Aufwand sollte grundsätzlich nicht mehr als ein Drittel der Arbeitszeit eines vergleichbaren Vollzeiterwerbs betragen.

  • Alter: Für manche Tätigkeiten gilt ein Mindestalter (z. B. 14, 16 oder 18 Jahre).

  • Organisierte Tätigkeit: Ehrenamtliche Arbeit findet in Vereinen, Verbänden, Initiativen oder im Rahmen öffentlicher Aufträge statt.

  • Besondere Voraussetzungen: Für spezielle Formen des Ehrenamts können weitere Regeln gelten. Beispielsweise dürfen Einzelhelfer für Pflegebedürftige keinen Verwandtschaftsgrad haben.

Tipp: Weitere Details zu den Voraussetzungen für das Ehrenamt erhältst Du in unserem Vereinswiki:

► zum Vereinswiki

 

Wie viel Zeit muss man für ein Ehrenamt aufwenden?

Wie viel Zeit Sie für ein Ehrenamt aufwenden, bestimmen Sie selbst. Manche engagieren sich regelmäßig und mehrmals die Woche. Andere übernehmen nur einmal im Jahr Aufgaben.

 

Kann ich mich trotz Arbeitslosigkeit ehrenamtlich engagieren?

Auch Arbeitslose können sich ehrenamtlich engagieren. Wenn das Ehrenamt weniger als 15 Stunden pro Woche umfasst, muss dies nicht der Arbeitsagentur gemeldet werden und der Anspruch auf Arbeitslosengeld bleibt bestehen. Bei einem wöchentlichen Engagement von 15 Stunden oder mehr muss die ehrenamtliche Tätigkeit noch vor Aufnahme des Ehrenamts der Arbeitsagentur gemeldet werden. Die Summe aus pauschalem Auslagenersatz und Aufwandsentschädigung darf zudem nicht 200 Euro pro Monat überschreiten.

4. Ehrenamtliche Vergütung – Wie werden Ehrenamtler entlohnt?

Ehrenamtliche Tätigkeiten werden im Unterschied zu einem regulären Arbeitsverhältnis ohne Bezahlung ausgeübt. Das bedeutet jedoch nicht, dass Ehrenamtler überhaupt keine Vergütung erhalten dürfen. 

Viele Vereine und gemeinnützige Organisationen zahlen etwa eine Aufwandsentschädigung (Ehrenamtspauschale oder Übungsleiterpauschale). 

Damit lassen sich die Kosten ausgleichen, die durch die ehrenamtliche Arbeit entstehen. Auch die aufgewendete Zeit kann so honoriert werden, ohne dass der ehrenamtliche Charakter der Tätigkeit verloren geht.

 

Wie viel darf man im Ehrenamt verdienen?

Grundsätzlich darf ein Ehrenamtler steuerfrei eine Vergütung bis zu 840 € pro Jahr beziehen. Ausgenommen sind bestimmte Tätigkeiten im Sport, im Bildungswesen oder im sozialen Bereich. Hier wird ein Freibetrag von bis zu 3.000 € pro Jahr gewährt.

  • Tipp: Weitere Infos zur Ehrenamts- und Übungsleiterpauschale gibt es in diesen Artikeln für Sie: 

► Infos zur Ehrenamtspauschale  ► Infos zum Übungsleiterfreibetrag

5. Wer haftet für Schäden im Ehrenamt?

Der Versicherungsschutz im Ehrenamt variiert je nach Art des Engagements. Wenn eine Trägerorganisation oder ein Verein vorhanden ist, übernehmen diese meist die Absicherung des Ehrenamtlers. Fehlt eine solche Organisation, muss der Ehrenamtler selbst für ausreichenden Schutz sorgen.

Sinnvoll sind dabei insbesondere folgende Versicherungen:

6. Welche ehrenamtlichen Arbeiten passen zu mir?

Ehrenamtliche Hilfe wird an vielen Stellen benötigt. Für fast jeden lässt sich daher ein Ehrenamt finden, das zur eigenen Lebenssituation sowie den eigenen Zielen passt.

Folgende Fragen helfen Ihnen bei der Orientierung:

  • Liegen Ihnen bestimmte Themen oder Projekte besonders am Herzen?

  • Möchten Sie direkten Kontakt zu Menschen haben?

  • Bevorzugen Sie feste Arbeitszeiten oder möchten Sie flexibel bleiben?

  • Können Sie mit Leid oder Krankheit umgehen?

  • Möchten Sie Ihre Kenntnisse gezielt einbringen oder weiterentwickeln?

  • Suchen Sie eher eine kurzzeitige, projektbezogene Tätigkeit oder eine langfristige, regelmäßige Mitarbeit?

Tipp: In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie genau das Ehrenamt finden, das zu Ihnen passt:

► zum Artikel 

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